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SuSE Linux 8.2 & 9.0 auf Asus L-3400D Laptop

Im Juni 2003 kaufte ich mir das Asus L-3400D Notebook, ausgestattet mit einem Mobile Athlon XP 1800 Prozessor, SiS 740 Chipsatz, 20G Platte mit ultra DMA 100 Unterstuetzung, DVD Laufwerk, Floppy, und eine ganze Menge Schnittstellen. Das Notebook kam ohne Betriebssystem, dafuer war es auch mit 888 Euro zuzueglich Versandgebuehren sehr guenstig. Ich wollte sowieso mein neues, an einem meiner Desktops fuer gut getestetes SuSE 8.2 installieren (wenn ich Windows machen will, gehe ich in die Firma).

Zur technischen Qualitaet des Notebooks kann ich nichts sagen, da ich hoechstens die dreimal so teuren Firmen-Notebooks als Vergleich habe. Allerdings sieht es recht vertrauenserweckend und anstaendig verarbeitet aus. Auf dem Gehaeuse steht uebrigens nur lapidar (auf der Unterseite) L-3000 D Notebook PC, 91L35D-D-A18-2-2- SN:35NP044223

Wie kommt man ins BIOS?

Die Zufriedenheit mit dem Notebook bezieht sich nicht auf das ziemlich armselige Heftchen, das mit dem Notebook kam. Beim Einschalten des Notebooks wird nicht (oder zu kurz) angezeigt, wie man ins BIOS kommt. Ich habe dann durch Internet-Recherche herausgefunden, dass die F2-Taste die Loesung ist. Das ist wichtig zu wissen, denn um von CD zu booten, musste man bei mir erst mal die Bootreihenfolge aendern. Alternativ benoetigt man die Disketten 'boot', 'modules 1' und 'modules 4', die sich, ausgehend von CD 1, auf einem lauffaehigen Linux-Rechner problemlos herstellen lassen.

Installation von SuSE 8.2

Gleich vorweg, die Dinge, die mir am wichtigsten sind, funktionierten nach einer einfachen Installation und Konfiguration mit Yast2 schnell und ohne manuelles Rumbasteln. Die einzige Ausnahme war der Betrieb des X-Servers, siehe unten.

Graphik

Nach der korrekten Installation von SuSE 8.2 ohne Besonderheiten liess sich das Notebook auch problemlos booten. Allerdings erschien dann, beim 'Switch' auf Terminal 7, nur noch ein albernes Streifenmuster, wie man es in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mal als Tapete benutzt hatte ... Hier fand sich die Loesung des Problems wie folgt: Es gibt einen Support-Datenbankartikel [Externer Link] ueber die Konfiguration der nicht unterstuetzten Grafikchips nach Art des hier verwendeten SiS 740 via Framebuffer. Nach dieser Methode muss man vorgehen. YaST2 konfiguriert einen SiS 650, der ist es aber nicht! Der Trick hierbei ist, dass man mit

linux 3 vga=317

in den noch 'X-freien' Runlevel 3 bootet und dort dann mit

Sax2 -m 0=fbdev

als root den X-Server konfiguriert. Danach funktionierte bei mir kein Mausrad (mehr?) und ich musste es manuell nachkonfigurieren, siehe unten. VGA-Ausgang und Videoausgang habe ich nicht probiert.

Tastatur

Wurde von mir bei der Installation als 'Deutsch' angemeldet und hat immer einwandfrei funktioniert

Maus

Die mitgelieferte optische USB-Maus wird korrekt installiert und funktioniert selbst auf dem Wohnzimmersessel als Unterlage einwandfrei. Ausserdem laesst sich die Maus jederzeit an- und abstoepseln und funktioniert nach dem Wiederanstoepseln sofort wieder (hotplugging). Das Raedchen funktionierte bei mir nach manuellem Einfuegen der beruehmten Zeile

  Option       "ZAxisMapping" "4 5"

an der richtigen Stelle der

/etc/X11/XF86Config

Touchpad

Das Touchpad wollte erst mal nach meiner Installation und X-Server-Reparatur nicht (mehr? Ich meine, dass es waehrend der Installation mal funktioniert hat). Dafuer habe ich inzwischen ueber die SuSE-Laptop-Liste eine Loesung gefunden. Man editiert die

/etc/X11/XF86Config

und ersetzt den Eintrag

Option       "Device" "/dev/pointer1"

in derjenigen Sektion, die fuer das Touchpad zustaendig ist, durch

Option       "Device" "/dev/psaux"

Seitdem funktionieren Touchpad und Mouse in friedlicher Koexistenz.

DVD-Laufwerk

Nach Aendern der Bootreihenfolge konnte ich auch von CD 1 booten. Nach Installation von Xine konnte ich auch DVD-Filme gucken. In 9.0 laeuft nun kaffeine-0.4 beta von packman. Als mountbares Laufwerk war es nach der Installation sofort vorhanden.

Floppy

Funktionierte erstmal auf Anhieb ohne weitere Konfiguration. Leider scheint das Laufwerk inzwischen defekt zu sein (??). Ich habe Alternate bereits Ende Juli angeschrieben, aber bis heute noch keine Antwort erhalten. Der Rechner 'friert ein' in dem Moment, wo man auf das Floppy-Icon klickt und sich eine Diskette im Laufwerk befindet. Ich waere natuerlich fuer jede 'triviale Loesung' dieses Problems dankbar ... Im Moment kann ich hier nur auf einen Defekt am Laufwerk tippen.

Ich habe mir inzwischen einen 'USB-Speicherstab' besorgt, so dass ich dieses Problem wohl definitiv als unbedeutend abhaken kann.

Sound

Wird korrekt erkannt und konfiguriert. Die Lautsprecher funktionieren ebenso. Mehr habe ich nicht ausprobiert.

PCMCIA

Meldete bei mir zunaechst korrekt zwei leere Slots. Dann ersteigerte ich eine Fritz! PCMCIA ISDN Karte bei Ebay. Der Versuch, diese unter 8.2 zum Laufen zu bekommen, haette mich fast in den Wahnsinn getrieben. Was nun der Showstopper war, konnte auch die SuSE-Laptop-Liste nicht eruieren.

So installierte ich dann doch im Dezember 2003 SuSE 9.0. Hier liess sich die Fritz! PCMCIA mit dem CAPI-Treiber und dem Startmodus 'on boot' zur Funktion erwecken.

Firewire

Nicht getestet.

Ethernet

Die Karte wird korrekt erkannt und bei der Installation konfiguriert. Inzwischen ist es mir auch geglueckt, nach Einbau einer Ethernetkarte in einen meiner Desktop-Rechner, zwischen Notebook und Laptop Verzeichnisse gegenseitig mounten zu koennen (NFS, kann mit YaST2 sehr einfach eingerichtet werden, ich hatte das vorher nur noch nie gemacht ...).

Modem

Da ich sowieso ein externes US Robotics Modem besitze, welches ich ueber die serielle Schnittstelle angeschlossen habe und welches sich ueber YaST2 sehr einfach konfigurieren liess, habe ich das interne Modem erst mal nicht versucht zu initialisieren.

Nach dem Output von lspci handelt es sich aber hier um ein Intel 537 WinModem, und ueber die 'WinModem fuer Linux'-Seite [Externer Link] habe ich leider nur Intel 536 gefunden - also ist das wohl ein neueres (Nachfolge-) Modell

Inzwischen habe ich eine Fritz! PCMCIA ISDN Karte aufgetan. Somit ist das Thema 'internes Modem' fuer mich inzwischen ziemlich irrelevant.

Parallel-Port

Ich habe mal einen alten Laptop-Drucker (DeskJet 320) angeschlossen. Dieser liess sich problemlos mit YaST2 installieren (wurde zwar nicht autodetected, ist aber im Auswahlfenster zu finden) und war sofort druckbereit.

USB

Die mitgelieferte USB-Maus funktioniert bekanntlich astrein. Einen USB-Speicherstift setze ich inzwischen ebenfalls erfolgreich ein. Hier muss allerdings die Maus abgestoepselt werden, oder ein Verlaengerungskabel benutzt werden, da mein USB-Stift so breit ist, dass er auch den zweiten USB-Slot 'verbaut'. Auch einen Epson Stylus C64 USB-Drucker habe ich inzwischen unter SuSE 9.0 erfolgreich installiert. [Externer Link]

APM/ACPI

Gemaess Anleitung und BIOS gibt es keine APM-Unterstuetzung. Die ACPI-Unterstuetzung in SuSE Linux 8.2 ist 'ab Werk' kaum vorhanden. Das Notebook schaltet sich allerdings nach dem Herunterfahren durchaus selbsttaetig ab, ohne dass man etwas tricksen muesste.

Inzwischen ist mir aber hier ein Fortschritt geglueckt. Ich habe den Mantel-Kernel 2.4.21-75 installiert (sollte aber natuerlich mit spaeteren Kernels auch funktionieren, es gibt ja in der Regel woechentlich einen neuen) und die Module ac, battery, und asus_acpi in /etc/sysconfig/kernel mit hineingeschrieben (Am einfachsten geht das ueber YaST2). Seitdem funktioniert die 'Tankuhr'( ich bekomme eine Prozent-Anzeige), Info ueber die verbleibende Lade- bzw. Betriebsdauer, und die Kombinationen Fn+F5 etc. funktionieren auch. Leider fehlt die wichtigste, Fn+F8 sollte (so interpretiere ich die Beschriftung) von LCD auf externen Monitor umschalten. Das habe ich noch nicht hingekriegt.

In 9.0 funktioniert ACPI sofort, komplett, und ohne Einschraenkungen. Auch die Umschaltung mit Fn+F8 auf externen Monitor bzw. Beamer funktioniert jetzt. Notabene, ich habe nicht ein Byte manuell nachkonfiguriert.

Feedback und Credits

An Ergaenzungen und Korrekturen bin ich natuerlich interessiert. Bitte email an Wolfgang Zerrmayr <wolfi_z_at_web.de>

Dank gebuehrt Peter Mueller aus Heidelberg fuer seine Beschreibung des L-3500D [archivierter Link] , die ich, entsprechend modifiziert, als Vorlage verwenden konnte.

Links

Zwei Seiten, die man auch schon vor dem Kauf eines Notebooks besuchen sollte, stellen vielfaeltige Informationen und Links zum Thema Linux auf dem Notebook bereit:

Linux on Laptops [Externer Link]

TuxMobil(DE)

Zwei Links noch zum Geraet selber:

Die sehr allgemein gehaltene Seite von ASUS ueber diese Serie Laptops [Externer Link]

(Die Athlon-Varianten sind dort gar nicht erwaehnt)

Die Verkaufsseite von Alternate mit etwas besseren Informationen [Externer Link]

Diese wird es aber wahrscheinlich nicht mehr geben, wenn das Notebook im Verkauf von einem Nachfolger abgeloest worden sein sollte ...

Update zum Thema SuSE 9.0

Natuerlich habe ich mir (im Oktober 2003) sofort SuSE 9.0 besorgt. Die erste Installation auf einem meiner Desktops war leider nicht unproblematisch; ich kann nur jedem raten, sich vorher die Patches fuer den X-Server zu besorgen. Ausserdem muss eine eventuell im existierenden /HOME-Verzeichnis vorhandene Datei .DCOPserver_linux* unbedingt geloescht werden. Ich hatte staendig ueble Abstuerze beim Versuch einzuloggen. Mit den Patches und nach dem Loeschen dieser offensichtlich verkorksten Datei ist das jetzt behoben.

Da der fuer SuSE 9.0 angekuendigte grosse WinModem-Support das hier eingesetzte interne Modem (Kernel-Module pctel und ptserial werden benoetigt) offensichtlich nicht abdeckt, werde ich einstweilen kein 9.0 auf den Laptop spielen, da ich im Moment keinen Nutzen gegenueber der mit Kernelupdate versehenen Installation von 8.2 erkennen kann.

Die ersten Zeilen habe ich jetzt mal unveraendert stehengelassen. Da ich mit der Fritz! Card unter 8.2 nicht so recht zu Potte kam (vgl. PCMCIA), installierte ich dann im Dezember doch SuSE 9.0. Die Installation lief fantastisch einfach. Nahezu alles, was ich in 8.2 noch nachkonfigurieren musste, funktionierte auf Anhieb: ACPI, Touchpad + Maus parallel, Grafik, ... Von den auf meinen Desktops beobachteten Problemen trat kein einziges auf!

Momentanes Fazit also: Fast alles, was 9.0 kann, kriegt man mit 8.2 auch hin, aber in 9.0 ist das halt alles viieel einfacher ...

Output von cat /proc/cpuinfo

processor       : 0
vendor_id       : AuthenticAMD
cpu family      : 6
model           : 8
model name      : mobile AMD Athlon(tm) XP-M 1800+
stepping        : 0
cpu MHz         : 1539.911
cache size      : 256 KB
fdiv_bug        : no
hlt_bug         : no
f00f_bug        : no
coma_bug        : no
fpu             : yes
fpu_exception   : yes
cpuid level     : 1
wp              : yes
flags           : fpu vme de pse tsc msr pae mce cx8 sep mtrr pge \
.                 mca cmov pat pse36 mmx fxsr sse syscall \
.                 mmxext 3dnowext 3dnow
bogomips        : 3073.63
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