TuxMobil.DE [suchen]  
  [Laptops&Notebooks][PDAs][Handys][Media Player][eBooks][GPS][Wearables][Teile&Zubehör][Software][HOWTOs][Verschiedenes]  


 

Debian Linux 3.0 (Woody) auf einem Asus L3800c Laptop.

Einleitung

Das ASUS [Externer Link] L3800c Notebook kann wahlweise mit verschiedenen vorkonfigurierten Betriebssystemen erworben werden (Windows2000, Windows XP, ohne Betriebssystem). Die Variante ohne Betriebsystem ist vor allem für Linux-Anwender interessant. Für die nachfolgende Installation wurde Debian [Externer Link] 3.0 (Woody) ausgewählt. Die Beschreibung sollte sich jedoch auf jede beliebige Linux Distribution übertragen lassen.

Technische Eigenschaften

Nachfolgend die technischen Spezifikationen des Asus L3800c (Stand Dezember 2002):

CPU: Intel P4m - 1.8GHz
RAM: 512 MB
HD: IBM-IC25N040ATCS04-0 (40GB)
Graphik: ATI Radeon Mobility 7500 (32MB)
Modem: Intel Corp. 82801CA/CAM AC'97 Modem (rev 2)
Netzwerkkarte: RealTek 8139

BIOS-Einstellungen

Ins BIOS gelangt man durch drücken der F2 unmittelbar nach Einschalten des Gerätes. Die wichtigsten BIOS-Einstellungen:

MAIN
Primary Master [Enabled]

Secondary Master [Enabled]

Display Expansion [Enabled]

TV Display Type [PAL]
Advanced
Internal Pointing Device [Enabled]

Quick Power On Self Test [Enabled]

Installation

Allgemeines

Für die Installation von Debian-Linux wurden die 7 CD's, welche über die offizielle Debian [Externer Link] URL bezogen werden können verwendet. Nach der Installation des Basissystem, werden der Reihe nach die einzelnen Hardware-Komponenten konfiguriert.

Debian - Basissystem

Nachdem von der ersten CD gebootet wird, kann die Sprache ausgewählt, die Festplatte partitioniert und das Basissystem aufgesetzt werden. Für die Partitionierung soll an dieser Stelle keine Richtlinie angegeben werden, da sie stark von den Bedürfnissen des jeweiligen Benutzers abhängt. Bei der Installation des Basissystems sollten keinerlei Schwierigkeiten auftreten.

XFree86

Die vorhandene Graphikkarte (ATI Radeon Mobility 7500) wird von der in Debian enthaltenen Version von XFree86 (Version 4.1) nicht unterstützt. Darum wird empfohlen auf eine aktuellere Version von XFree86 (z.B. Version 4.2.1) umzusteigen. Aktuelle Versionen können über das XFree86-Projekt bezogen werden (www.xfree86.org [Externer Link]). Die Installation erfolgt mit Hilfe des Installationsscripts. Als root folgenden Befehl ausführen:

sh xinstall.sh

Anmerkung: Nähere Details zur XFree86 Installation finden sich unter der xfree86 Homepage. Sämtliche Einstellungen zu XFree86 werden in der betreffenden Konfigurationsdatei vorgenommen (/etc/X11/XF86Config-4). Es ist empfehlenswert diese Datei mit einem Texteditor händisch zu editieren. Nachfolgend die gesamte XF86Config-4:


Section "ServerLayout"
    Identifier     "XFree86 Configured"
    Screen      0  "Screen0" 0 0
    InputDevice    "Mouse0" "CorePointer"
    InputDevice    "Mouse1" "SendCoreEvents"
    InputDevice    "Keyboard0" "CoreKeyboard"
EndSection

Section "Files"
    RgbPath      "/usr/X11R6/lib/X11/rgb"
    ModulePath   "/usr/X11R6/lib/modules"
    FontPath     "unix/:7100"
    FontPath     "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/misc/"
    FontPath     "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/Speedo/"
    FontPath     "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/Type1/"
    FontPath     "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/CID/"
    FontPath     "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/75dpi/"
    FontPath     "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/100dpi/"
    EndSection

Section "Module"
    Load  "extmod"
    Load  "dbe"
    Load  "dri"
    Load  "glx"
    Load  "record"
    Load  "pex5"
    Load  "xtrap"
    Load  "xie"
    Load  "speedo"
    Load  "type1"
EndSection

Section "InputDevice"
    Identifier  "Keyboard0"
    Driver      "keyboard"
EndSection

#Touchpad
Section "InputDevice"
    Identifier  "Mouse0"
    Driver      "mouse"
    Option      "Protocol" "ps/2"
    Option      "Device" "/dev/psaux"
    Option      "Emulate3Buttons"    "on"
    Option      "Emulate3Timeout"   "100"
    Option      "Name"    "AutoDetected"
EndSection

#USB-Maus
Section "InputDevice"
    Identifier  "Mouse1"
    Driver      "mouse"
    Option      "Device" "/dev/input/mice"
    Option      "Protocol" "ImPS/2"
    Option      "Emulate3Buttons"    "true"
    Option      "ZAxisMapping"    "4 5"
EndSection

Section "Monitor"
    Identifier   "Monitor0"
    VendorName   "Monitor Vendor"
    ModelName    "Monitor Model"
EndSection

Section "Device"
        ### Available Driver options are:-
        ### Values: <i>: integer, <f>: float, <bool>: "True"/"False",
        ### <string>: "String", <freq>: "<f> Hz/kHz/MHz"
        ### [arg]: arg optional
        #Option     "NoAccel"                # [<bool>]
        #Option     "SWcursor"               # [<bool>]
        #Option     "Dac6Bit"                # [<bool>]
        #Option     "Dac8Bit"                # [<bool>]
        #Option     "ForcePCIMode"           # [<bool>]
        #Option     "CPPIOMode"              # [<bool>]
        #Option     "CPusecTimeout"          # <i>
        #Option     "AGPMode"                # <i>
        #Option     "AGPSize"                # <i>
        #Option     "RingSize"               # <i>
        #Option     "BufferSize"             # <i>
        #Option     "EnableDepthMoves"       # [<bool>]
        #Option     "CrtScreen"              # [<bool>]
        #Option     "PanelSize"              # [<str>]
        #Option     "UseFBDev"               # [<bool>]
    Identifier  "Card0"
    Driver      "ati"
    VendorName  "ATI"
    BoardName   "Radeon Mobility M7 LW"
    BusID       "PCI:1:0:0"
EndSection

Section "Screen"
    Identifier "Screen0"
    Device     "Card0"
    Monitor    "Monitor0"
    DefaultDepth 24
    SubSection "Display"
            Depth 24
            Modes "1400x1050"
            ViewPort 0 0
    EndSubSection
EndSection



Touchpad und externe USB-Maus wurden durch entsprechende Einträge berücksichtigt.

Konsole

Für eine höhere Auflösung (1024 x 768) muß man folgende Bootoption angeben: vga=791 Bei Verwendung eines Bootmanager (LILO, GRUB,...) kann dies in der entsprechenden Konfiguratiosdatei angegeben werden. Bei LILO in der Datei lilo.conf. Nach einem Aufruf von lilo kann das System mit der neuen Option gebootet werden.

PCMCIA

PCMCIA wird von Debian automatisch konfiguriert und richtig eingerichtet. Es bedarf keiner weiteren Konfiguration.

NIC

Die Netzwerkkarte wird automatisch erkannt und eingerichtet. Mit Kernel 2.4.x wird das Modul
8139too verwendet (Modul-Option: full_duplex=1).

HotKeys / Funktionstasten

Oberhalb der Tastatur befinden sich 5 Hotkeys, welche für den schnellen Aufruf bestimmter Funktionen gedacht sind. Bis jetzt wurde keine befriedigende Lösung gefunden um die Hotkeys zu nutzen.

Funktionstasten

Taste Symbol Funktion Status
ESC
Wahl des Boot Laufwerkes


F1
In den "suspend to RAM"-Modus schalten

OK (APM muß im BIOS auf "Enabled" sein.
F2
BIOS

OK
F3



F4



F5
Sonne

OK
F6
Sonne

OK
F7
LCD

OK
F8
LCD/CRT
LCD/CRT OK
F9



F10
Lautsprechen an /aus

OK
F11
Lautstärke verringern

OK
F12
Lautstärke erhöhen
OK


Sound / Modem

Die Soundkarte arbeitet problemlos durch laden folgender Module: snd-intel8x0. Das Problem stellt die Kombination Sound / Modem dar. Beide Geräte benutzen den selben IRQ, wodurch derzeit nur eines der  beiden Geräte genutzt werden kann. Das Modem kann durch den Treiber von pctel verwendet werden. Näheres zur Installation in der betreffenden info.txt (Anmerkung: Chipset: i81x).

Infrarot-Anschluß

Der Infrarot-Anschluß wird bereits von Debian konfiguriert und eingerichtet (irlpt0). Es muß folgendes Modul geladen sein: irtty. Durch cat FILE >/dev/irlpt0 kann versucht werden eine Textdatei über die Infrarot-Schnittstelle auszudrucken.

APM / ACPI

Für die Unterstützung von APM muß das apmd Packed installiert werden. Debian konfiguriert das System so, dass es sich beim Runterfahren automatisch abschaltet. Auch ein Reboot funktioniert ohne Probleme. ACPI wird zur Zeit nur teilweise (durch Batch's) unterstützt und wurde hier nicht erprobt. Eine Integration von ACPI soll mit Kernel 2.6 erfolgen.

Festplatte (HD)

Die Festplatte arbeitet mit hdparm -c 3 -p 4/dev/hda (aus dem hdparm Packet)

CD-RW / DVD

Das eingebaute CD-RW/DVD Laufwerk ist ein Toshiba DVD-ROM SD-R2212 (16x CD-R, 10x CD-RW, 8x DVD, 24x CD). Das Laufwerk arbeitet ohne Problem unter /dev/hdc.

TV-OUT

Im BIOS kann zwischen den gängigen TV-Normen NTSC und PAL gewechselt werden. Für Europa ist die PAL Norm zu verwenden. Im Lieferumfang des Notebooks ist ein Adapter S-Video -> Composite enthalten. Die Funktionalität kann zur Zeit nicht überprüft werden.

Floppy-Laufwerk

Das Floppy-Laufwerk arbeitet ohne Probleme. Eine Formatierung von Disketten über 1,44MB ist nicht möglich.

FireWire

Es muß folgendes Modul geladen sein: ohci1394. Die Funktionalität kann zur Zeit nicht überprüft werden.

Laufzeit

Das Asus L3800c läuft im batteriebetriebenen Modus ca. 2,5 Stunden. Unter KDE kann die Laufzeit durch KLaptop überwacht werden.

System Information

Nachfolgend die Ausgabe von cat /proc/cpuinfo

processor : 0
vendor_id : GenuineIntel
cpu family : 15
model : 2
model name : Mobile Intel(R) Pentium(R) 4 - M CPU 1.80GHz
stepping : 7
cpu MHz : 1800.125
cache size : 512 KB
fdiv_bug : no
hlt_bug : no
f00f_bug : no
coma_bug : no
fpu : yes
fpu_exception : yes
cpuid level : 2
wp : yes
flags : fpu vme de pse tsc msr pae mce cx8 sep mtrr pge mca \
        cmov pat pse36 clflush dts acpi mmx fxsr sse sse2 ss ht tm
bogomips : 3591.37

Nachfolgend die Ausgabe von lspci:

00:00.0 Host bridge: Intel Corp. 82845 845 (Brookdale) Chipset Host Bridge (rev04)
00:01.0 PCI bridge: Intel Corp. 82845 845 (Brookdale) Chipset AGP Bridge (rev 04)
00:1d.0 USB Controller: Intel Corp.: Unknown device 2482 (rev 02)
00:1d.1 USB Controller: Intel Corp.: Unknown device 2484 (rev 02)
00:1e.0 PCI bridge: Intel Corp. 82820 820 (Camino 2) Chipset PCI (-M) (rev 42)
00:1f.0 ISA bridge: Intel Corp.: Unknown device 248c (rev 02)
00:1f.1 IDE interface: Intel Corp.: Unknown device 248a (rev 02)
00:1f.5 Multimedia audio controller: Intel Corp. AC'97 Audio Controller (rev 02)
00:1f.6 Modem: Intel Corp.: Unknown device 2486 (rev 02)
01:00.0 VGA compatible controller: ATI Technologies Inc Radeon Mobility M6 LW
02:05.0 Ethernet controller: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL-8139 (rev 10)
02:07.0 CardBus bridge: Ricoh Co Ltd RL5c476 II (rev a8)
02:07.1 CardBus bridge: Ricoh Co Ltd RL5c476 II (rev a8)
02:07.2 FireWire (IEEE 1394): Ricoh Co Ltd: Unknown device 0552

TODO

  • Inbetriebnahme der HotKey's
  • Lösen des Problems Modem / Sound
  • APM / ACPI (Kernel Batch bzw. Kernel 2.6 - im Laufe des Jahres 2003 zu erwarten)
  • Testen des TV-OUT
  • Testen der FireWire-Schnittstelle

Nachtrag

Diese Infos wurden von Klaus Knopper [Externer Link] zur Verfügung gestellt.

"Habe mit dem Notebook jetzt eine Weile gespielt, und bin völlig begeistert. APM läuft, im Gegensatz zur Behauptung im Handbuch, dass APM nicht unterstützt würde, exzellent. Suspend to Ram funktioniert, und ich habe sogar den Software-Suspend-To-Disk zum Laufen bekommen. Suspended und resumed bisher 1a, auch bei laufendem X-Server und PCMCIA.

Interessanterweise habe ich ACPI gar nicht zum Laufen bekommen. Das hängt sich immer beim suspenden auf, egal mit welchem Kernel-Patch. Ist aber nicht tragisch, da ja wie gesagt APM hervorragend funktioniert. (wichtig ist, dass agpgart und radeon fest eincompiliert sind, und die Textkonsole NICHT im Framebuffer-Modus läuft). Kernel 2.4.20 und der aktuelle Patch von SoftWareSuspend [Externer Link]. Ich benutze zum Suspenden nicht das mitgelieferte Skript, sondern einfach ein echo 1 0 2 > /proc/sys/kernel/swsusp da X und PCMCIA verblüffenderweise problemlos wieder aufwacht, und letzteres sogar die eingestellte IP-Adresse usw. für die Wavelankarte behält. Dauert 10 Sekunden bis zum Ausschalten, beim Hochfahren braucht der Kernel etwa 20 Sekunden, bis alles wieder aus dem Swap geladen ist. Achja, die Swap-Partition , die in lilo mit "append=/dev/hdax" angegeben wird, sollte mindestens Faktor 1.5 größer sein als das RAM.

Nachdem es jetzt ein (inoffizielles) XFree 4.3 Repository gibt, habe ich mal einen Nachmittag versucht, DRI auf der Radeon Mobility zum Laufen zu bekommen. Es klappt auch, allerdings muss man unbedingt die Kernel-DRM-Module, die bei XFree86-4.3 dabei sind, in den Kernel-Tree kopieren und radeon-Support und agpgart mit intel-Chipsatz fest eincompilieren (vorher das Makefile in drivers/char/drm anpassen, Kernel 2.4.20, bei mir mit swsusp-Patch). Aschließend hat man dann glx-Support, ausprobiert mit glxgears und chromium, die mit XFree 4.2.1 einfach nur mit "illegal instruction" weggesemmelt sind.

NACHTEIL: Sobald DRI aktiviert ist, funktioniert der Software-Suspend-Patch nicht mehr, bzw. der X-Server wacht nicht mehr aus dem suspend auf (Suspend-To-Ram klappt aber mit APM hervorragend). MEIN WORKAROUND: Ich starte XFree 4.3 mit Xinerama-Support, das schaltet DRI aus. Wenn ich ein GLX-Game spielen will, starte ich per Skript (geht als Normaluser) einen DRI-enableten zweiten X-Server, auf dem das Spiel dann läuft, und beende den, bevor ich per Software-Suspend in den Hibernate-Modus gehe.

Credits

Dieser Bericht wurde für TuxMobil(DE) zur Verfügung gestellt von Alexander Reiterer <areitere_at_pop.tuwien.ac.at>.

[ -> nach oben]  

Impressum - Haftungsausschlüsse · Kontakt · SiteMap    

Letzte Änderung Mon Nov 12 2007 · http://tuxmobil.de/asus_l3800c_d.html · Copyright © Werner Heuser 1997-2014