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Linux auf dem COMPAQ Armada 4120T Laptop

Einleitung

Ich bin mehr durch Zufall an meinen Schlepptop, wie ich gern meinen Compaq-Laptop nenne, gekommen. Schlepptop deswegen, weil das gute Stück immerhin so seine 4 kg auf die Waage bringt, zusammen mit der Dockingstation, welche bei der Installation eine wichtige Rolle spielt. Technische Daten sind der unten aufgeführten Tabelle zu entnehmen. Ich sage allerdings hier ausdrücklich, dass sie durchaus unvollständig sein kann. Installiert habe ich nach einander verschiedene Distributionen, mit mehr oder weniger guten Erfolgen. Dabei ist zu sagen, dass grundsätzlich jede komplett installierte Distribution lauffähig ist, mir kam es jedoch auch auf die Funktion der einzelnen Baugruppen an, speziell dem Sound.

Zusätzlich testete ich nachträglich noch eine Modem-Karte (MT2834LTI) jedoch nicht arbeitend einsetzen konnte, da mir das entsprechende Dongle fehlt, um den Anschluss zum analogen Telefon herstellen zu können. Beim Modem ging es nur darum, ob das mir vorliegende (schon recht betagte => 28KB/s) Model erkannt wird und korrekt funktionieren würde.

Als Drucker verwendete ich einen HP DeskJet 340, der für den mobilen Einsatz aufgrund der eingebauten Batterie geeignet ist. Dazu wird allerdings ein herkömmliches Druckerkabel benötigt, da dieser Drucker nicht mit einer Infrarot-Schnittstelle ausgestattet ist. Es gibt jedoch auch mobile Drucker von Canon, die eine solche Schnittstelle haben und, zumindest unter MS-Windows, dann in der Lage sind über Infrarot die zu druckenden Daten zu empfangen.

Aber der Reihe nach.

Meinen Compaq bekam ich als Abschiedsgeschenk von meinem Praktikumsbetrieb, wo ich ein 3-monatiges Praktikum im Rahmen meiner Umschulung zu IT-Systemkaufmann absolvierte. Der Betrieb selbst bereitete alte PCs, Drucker und Monitore für den Wiederverkauf auf.

Mein Laptop besteht aus dem eigentlichen Laptop und der Dockingstation.

Da mein Laptop, wie ich ihn bekommen hatte, nur eine 3GB Festplatte hatte, ersteigerte ich mir für relativ wenig Geld eine 6GB Festplatte und baute diese ein. Als kleiner Nebeneffekt, die 3GB Festplatte dient mir in einem externen Gehäuse nun als Wechselplattenlaufwerk als Ersatz für meinen USB-Stick.

Hardware

Der Laptop hat, wie die folgende Tabelle zeigt, die folgenden Anschlüsse:

Technische Daten
Prozessor Pentium-MMX
Geschwindigkeit 233 Mhz
Arbeitsspeicher (eingebaut bei mir) 96 MB
Soundkarte ESS 1878
Grafik-Karte Chips & Technologies CT655555 PCI
Displaygröße (max. Auflösung) 800 x 600
Maus PS/2 (eingebaut, 2 Tasten )
Mögliche Erweiterungen
* 2 x PC-Kartenschacht (PCMCIA)
* externer VGA-Anschluss
* TV-OUT-Anschluss
* Kopfhörer, Micro, Line-IN (Hauptgerät)
* Parallel- Serial-Anschluss, PS/2-Anschluss (Maus)
Lautsprecher 2 x in Geräten
2 x in Dockingstation (wenn gedockt, dann funktionieren beide)
CD-Laufwerk In Dockingsstation
1. Akku Im Notebook-Griff versteckt
2. Akku (fehlt bei mir leider) Im Boden der Dockingstation
Zubehör Netzteil

Als MS-Windows läuft ohne Probleme die Version Millennium Edition. MS-Windows ist ebenfalls installiert, so wird eine eventuelle Treiber-Aktualisierung weiterhin ermöglicht oder eben andere Anwendungen. Als Platten-Anteil hatte ich etwas über 1GB für MS-Windows abgezweigt. Der Rest ist für Linux reserviert.

Distributionen

Folgende Tabelle zeigt, welche der verschiedenen Distributionen von mir ausprobiert wurden.

Getestete Linux-Varianten Installiert Sound
RedHat 7.3 Brach die Installation ab (unlesbare CD ?) Nein (ungetestet)
RedHat 8.0 Brach die Installation ab (eindeutig, zu wenig RAM) Nein
RedHat 9.0 Brach die Installation ab (eindeutig, zu wenig RAM) Nein
SuSe Officeserver (SuSe 7.2) (TecChannel-Heft-Version) Brach die Installation ab (eindeutig, zu wenig RAM) Nein
SuSe 8.1 Mangels RAM nicht installierbar (128MB erforderlich) Nein
SuSe 8.2 Mangels RAM nicht installierbar (128MB erforderlich) Nein
SuSe 9.0 und Officeserver 9.0 (TecChannel-Heft-Version) Mangels RAM nicht installierbar (128MB erforderlich) Nein
Mandrake 9.1 Keine Probleme Ja
Mandrake 9.2 Brach die Installation ab Vermutlich ja
Mandrake 10 official (Powerpack) Installiert ja
Debian 3.0 (Woody) Keine Probleme Nein (Einstellungssache ?)
Knoppix 3.1 bis 3.4 Brach beim Booten des Livesystems ab Nein
Slackware 9.1 Keine Probleme Nein (Einstellungssache ?)
Slax 4.1.1 Nicht versucht, da eigentlich Live-CD Ja, automatisch
Kanotix BugHunter 2004 Live-CD ohne Probleme, keine Installation Nein (Einstellungssache ?)
Bonzai Linux 3.2 Konnte meine CD nicht lesen Nein
IcePack Linux 2.75 Installation ohne Probleme, hängte sich bei Festplattenerkennung auf Möglicherweise ja (ungetestet)
RockLinux 3.0 Brach beim Booten ab Nein
Dawn Small Linux 2.1 und 3.2 Konnte meine CD nicht lesen Nein
Gentoo Linux 1.4 ungetestet Ungetestet, möglicherweise ja
Gentoo 2004-1 Installiert, jedoch fehlte das Paket cabextract-0.6 bei den Paketen, somit war keine korrekt zu Ende gebrachte Installation zu führen Ungetestet, möglicherweise ja

Nachtrag zu den Distributionen:

Debian Sarge lies sich aufgrund eines möglichen Fehlers des Installers nicht von CD installieren.

Zusatz-Information:

Die CDs, welche entweder nicht lesbar waren, bzw. wo die Installation abbrach, funktionierten in anderen Rechnern ohne Probleme, mit Ausnahme von RedHat 7.3 wo ich später feststellte, dass die 1. CD defekt war. Ich nehme an, dass RedHat 7.3 zu installieren ist, ob der Sound funktioniert, kann ich jedoch nicht sagen, da ich dies nicht testen konnte.

Installation

Kurzbeschreibung der Installation Mandrake 10 official PowerPack

Zur Installation ist eine Boot-Diskette nötig. In meinem Fall hatte ich die universelle Boot-Diskette von der Slackware-9.1-CD genutzt, da sich damit jede CD direkt booten lässt, unabhängig vom Betriebssystem. Diese Diskette enthält einen kleinen Bootloader, der geladen wird, und gibt mir somit die CD-Boot-Möglichkeit, die vom BIOS aus nicht gegeben ist. Trotz Aktualisierung des BIOS ist das Booten von CD nach wie vor nicht möglich.

Sollte jemand keine Dockingstation haben, so bleibt demjenigen nur die Installation via Netzwerk. Diese habe ich jedoch nicht getestet. Die von mir verwendeten Netzwerk-Karten (3Com Megahertz (3c589) und 3Com Ethernet III) wurden beim Booten ohne Probleme erkannt. In meinem Fall verwendete ich die Megahertz, da diese Karte einen Vorteil gegenüber der Ethernet III hat. Wenn man schnell irgendwo sich mit einem Netzwerk verbinden will, benötigt man nur ein Kabel mit einem RJ-45-Stecker, denn solch ein Anschluss ist ausklappbar in der Karte verbaut. Alternativ, denn der Schiebemechanismus leiert recht schnell aus. Deshalb sollte man nach Möglichkeit einen Dongle nutzen, welcher neben einem RJ-45-Anschluss auch einen BNC-Anschluss bietet.

Folgende Kernel-Boot-Optionen sind in meinem Fall sinnvoll gewesen: alt0 vgalo ide=nodma

Das bedeutet, dass der Kernel 2.6.3-7 (alt1 würde den Kernel 2.4.25 laden) geladen wird mit einer geringen grafischen Auflösung und der DMA-Modus der Festplatte ausgeschaltet wird. Bei meiner Festplatte war dies auch nötig, da sonst sich der Bootvorgang jedes Mal verlängert hätte.

Die Installation selbst verläuft ganz normal, man kann KDE3.2 installieren, jedoch macht dies das System unnötig langsam. Daher ist man besser beraten mit IceWM oder Xfce. Natürlich kann man auch Gnome installieren. (Es ist etwas schneller als KDE.)

Die Partitionierung kann man automatisch vornehmen oder von Hand tätigen, dies bleibt jedem selbst überlassen.

In der Zusammenfassung muss man darauf achten, dass man bei der Einrichtung der Soundkarte unbedingt „ISA-Karte“ wählt, nur dann hat man die Möglichkeit der Einstellung der Werte gegeben. Als Soundkarte wählt man dann einfach Soundblaster aus und übernimmt die gegebenen Werte. Eventuell stellt man diese noch um. Es sollte jedenfalls ein Klangbeispiel abgespielt werden und zu hören sein.

Wichtig wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass es zu Rückkopplungen zwischen Micro und Lautsprechern kommen kann, weshalb der erste Schritt im neuen System das Stummschalten des Micro-Einganges sein sollte, eine mögliche Kopplung entgeht man mit Abstand zum Gerät.

Als kleines Fazit wäre nun noch zu nennen, dass man zwar mit arbeiten kann, jedoch lässt die Geschwindigkeit zu wünschen übrig.

MS-Windows macht hier leider den besseren und schnelleren Eindruck.

233MHz sind eben nicht mit den heutigen Rechnern zu vergleichen, aber man kann, vorausgesetzt man bringt die nötige Zeit mit, so ziemlich alles machen, eben nur langsamer.

Heiko Schulze

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