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Linux auf dem GERICOM Blockbuster 2440 XL DVD/CD-RW Laptop

Überblick - Notebook

Nachfolgend ist die Installation von SuSE [Externer Link] 8.1, 8.2, und 9.1 (mit KDE) auf einem Gericom Blockbuster 2440 XL DVD/CD-RW Notebook beschrieben. Dabei wird im wesentlichen auf Problemlösungen eingegangen. Da sich die SuSE [Externer Link] Versionen 8.1 , 8.2, und 9.1 im Detail sehr unterscheiden, sind nicht alle Tipps für jede Linux Version anwendbar. Einige der hier beschriebenen manuellen Anpassungen sind bei der Verwendung der SuSE [Externer Link] Versionen 8.2 oder 9.1 nicht mehr notwendig (siehe unten).

Hinweis: Es gibt eine ganze Reihe von ählichen Gericom Blockbuster Modellen, die sich zum Teil erheblich von dem hier beschriebenen Gericom Blockbuster 2440 XL DVD/CD-RW (Uniwill N251S6 Serie) unterscheiden. So gibt es Modelle mit DVD Brenner, die unter anderem eine andere Grafikkarte (ATI Radeon 9600 anstatt 9000) besitzen. Hier funktionieren die XFree Radeon Treiber der SuSE [Externer Link] Versionen 8.1 und 8.2 leider noch nicht vollständig. - Das hier getestete Gericom Blockbuster 2440 XL DVD/CD-RW verfügt im wesentlichen über die folgenden Komponenten (extrahiert aus der Ausgabe von dmesg):

CPU: Intel(R) Pentium(R) 4 CPU 2.40GHz
Memory: 255496k/262080k
hda: (40008 MB), UDMA(33) (Hitachi) SiS646 ATA 133 controller
hdc: Samsung CD-RW/DVD-ROM SN-324B, 24x writer
eth0: SiS 900 PCI Fast Ethernet
usb: 2x USB 2.0 / 1x FireWire IEEE 1394
Grafik: ATI Radeon Mobility M9 Lf (9000 AGP) 65536 kByte
LCD: 15" XGA Display 1024x768
Sound: SiS7012 PCI 3D Audio Accelerator
Modem: 56k Winmodem (Smart Link HAMR5600 compatible)

SuSE 8.1

Installation - SuSE 8.1

Bevor das vorinstallierte Windows XP komplett vom Notebook verbannt wird, empfiehlt es sich, alle wichtigen Hardware-Funktionen des Notebooks unter diesem Betriebssystem kurz zu testen, um Hardware-Fehlfunktionen gleich zu erkennen und nicht später "Linux zu zuordnen".

Nachdem das getan ist, kann's losgehen. SuSE [Externer Link] Boot-CD ins Laufwerk und rebooten. Am Boot-Prompt der SuSE [Externer Link] 8.x Installation ist Folgendes einzutragen: "pci=acpi" (Achtung "=" ist über die ",`" Taste zu erreichen). Dies ist wichtig, damit die Installation auf Grund der eingeschränkten APM Unterstützung (siehe unten) nicht "hängen bleibt". "F5" Taste drücken für eine Auflösung von 1024x768.

Netzwerk - SuSE 8.1

Die interne 10/100Mbit Karte (SiS 900 PCI Fast Ethernet) wird problemlos erkannt und funktioniert auch mit 100Mbit/s.

Eine darüber hinaus verwendete PCMCIA Netzwerkkarte Netgear MA401 kann mit YaST2 problemlos konfiguriert werden (Achtung "wireless" angeben). Die Funktion ist einwandfrei.

Das eingebaute Modem wurde (noch) nicht getestet. Sollte es damit Probleme geben, kann man den Treiber (Kernelkompatibilität vorausgesetzt) von der speziellen SuSE8.0 Gericom CD (eines früheren Notebook Typs) zu testen. Diese CD wurde von Gericom als ISO-Image (suse80-gericom-de-i386.iso) auf dem ftp-Server ftp://ftp.gericom.com/ [Externer Link] zur Verfügung gestellt. Leider wird sie derzeit nicht (mehr) zum Download angeboten (Stand Juli 2003). Tipp: Entweder eine E-Mail an Gericom schreiben, oder gleich SuSE [Externer Link] 8.2 verwenden (hier gibt es deutlich weniger Probleme, siehe unten).

Sound unter SuSE 8.1

YaST2 erkennt zwar den SIS7012 Soundchip, aber Alsa funktioniert sowohl mit dem Modul "intel8x0" als auch mit "i810_audio" nicht! Die Lautsprecher geben keinen Ton von sich, nur CDs können "hörbar" abgespielt werden. Deshalb sollte das kommerzielle Open Sound System (OSS) verwendet werden. Die Dateien dafür (incl. Gericom Lizenz) befinden sich ebenfalls auf der SuSE8.0 Gericom CD vom ftp-Server von Gericom (die leider zur Zeit nicht zum Download zur Verfügung steht, siehe oben). Alternativ lässt sich dort auch ein (unvollständiges) OSS Paket herunter laden.
ftp://ftp.gericom.com/ [Externer Link]

Um auch problemlos den KDE Sound Daemon artsd verwenden zu können, empfiehlt sich außerdem Download und Installation der aktuellsten Version von OSS (oss397h-linux-v2x.tar.gz):
http://www.opensound.com/download.cgi [Externer Link]

Mit den Standardeinstellungen funktioniert nun Sound, jedoch ist die Qualität sehr schlecht, da Nebengeräusche den Hörgenuss unerträglich machen. Abhilfe: Bei der Installation oder später, bei der Konfiguration (z.B. mit /usr/lib/oss/soundconf) unter Optionen Folgendes eintragen:

"softoss_disable = 1" (schaltet Virtuellen Mixer aus)
"softoss_rate = 44100" (Sampling rate herunter setzen)
"intelpci_rate_tuning = 240.02" (Finetuning)

Mehr Details in der OSS Dokumentation unter: /usr/lib/oss/docs/README.ConfigOptions und
/usr/lib/oss/docs/README.Intelpci

Grafik unter SuSE 8.1

Grafik incl. TV-out (ATI Radeon R250 Lf [Radeon Mobility 9000]): Bei der SuSE Installation wird der Framebuffer der Grafikkarte (fbdev) direkt "angesprochen" und eingerichtet. Diesen YaST2 / SaX2 Vorschlag sollte man (vorerst) auch unverändert akzeptieren (sonst startet kein X)!

Um in den vollen Genuss der Grafikkarten-Optionen zu kommen, wird Folgendes vorgeschlagen (alternativ zur hier nicht empfohlenen Installation der ATI Grafiktreiber von http://www.ati.com/support/faq/linux.html [Externer Link]):

  1. Neue XFree86 Pakete (Version 4.3, "XFree86-4.3.0-17.i586.rpm" ff.) und SaX2 für SuSE 8.1 herunter laden und installieren (genauere Anleitung dort vorhanden!).
  2. Ati.2 Files ("ATI-4.3.0-8.i386.tar.gz") vom Gatos Project herunter laden und installieren: http://gatos.sourceforge.net/ati.2.php [Externer Link]
  3. Mit SaX2 nun richtig erkannte Grafikkarte "Radeon R250 Lf" einrichten. Dabei Einstellung "SWcursor" unbedingt einschalten (anklicken). Das behebt schwere Farbprobleme beim TV-out.
  4. Das Programm atitvout herunter laden und installieren: http://www.stud.uni-hamburg.de/users/lennart/projects/atitvout/ [Externer Link]
  5. Zur Aktivierung des TV-out muss der S-Video Stecker bereits beim Hochfahren des Rechners angeschlossen sein. Ein atitvout detect sollte den TV erkennen.
  6. Zum Wechsel auf den TV-out: atitvout -f t. Ein gleichzeitiges Betreiben von LCD und TV-out ist derzeit nicht möglich.
  7. Zurückschalten auf das LC Display: atitvout -f l

Folgende Auflösungen wurden erfolgreich getestet: 1024x768, 800x600, 640x480 (Farbtiefe 16Bit).

3D Hardwarebeschleunigung unter SuSE 8.1

Aktivierung von DRI (Direct Rendering Infrastructure): Falls die Grafik 3D Performance immer noch zu schlecht / langsam ist und selbst nach dem Kommando switch2xf86_glx keine Verbesserung zu erzielen ist (siehe unten), kann das an einer mangelhaften DRI"-Unterstützung liegen.

fischilinux2:~ # switch2xf86_glx
fischilinux2:~ # glxgears
910 frames in 5.0 seconds = 182.000 FPS
1000 frames in 5.0 seconds = 200.000 FPS
1007 frames in 5.0 seconds = 201.400 FPS

Dazu überprüft man nach dem Start von X den Inhalt von /var/log/XFree86.0.log und sucht nach folgenden Meldungen:

[dri] radeon.o kernel module version is 1.7.0 but version 1.100.0 or newer is needed.
[...]
(II) RADEON(0): Direct rendering disabled

Ist dieses (oder ähnliches) dort zu lesen, muss das Modul radeon.o neu kompiliert werden (da es nicht zu den XFree Treibern "passt"). Aber auch das ist kein Problem. Nachfolgend dafür die Kurzanleitung (Achtung: Keine Gewähr! ;-):

  1. drm-kernel-1.100.0-8.tar.gz von GATOS [Externer Link] herunterladen (falls nicht schon geschehen) und in einem lokalen Verzeichnis entpacken (z.B. /usr/src/gatos/drm-kernel)
  2. Sicher stellen, dass die SuSE Linux Kernel Quellen installiert sind (Paket kernel-source).
  3. Modul radeon.o neu kompilieren:
    /usr/src/gatos/drm-kernel/make -f Makefile.linux radeon.o
  4. Falls dies eine Fehlermeldung (z.B. fehlendes mkdep) bringt, so muss dann (und nur dann) ggf. der SuSE-Linux Kernel kompiliert werden, mit: /usr/src/linux-2.4.19.SuSE/make dep Das kann ein paar Minuten dauern. Der Kernel muss natürlich nicht installiert werden! Das Kommando muss aber ausgeführt werden, um mkdep zu erzeugen und darauf zugreifen zu können.
  5. Das neu erzeugte Modul radeon.o nun an die richtige Stelle (/usr/src/linux-2.4.19.SuSE/drivers/char/drm/) kopieren. Vorher das alte (zu überschreibende) Modul sichern.
  6. Die Datei /etc/X11/XF86Config sollte die folgenden Einträge enthalten. Falls nicht, manuell nachtragen:
    Section "Module"
      Load         "GLcore" # requires dri modules inserted by Fischi
      Load         "dbe"
      Load         "glx"
      Load         "type1"
      Load         "extmod"
      Load         "dri"
      Load         "speedo"
      Load         "v4l"
      Load         "freetype"
    EndSection
    [...]
    Section "Device"
      BoardName    "RV250 Lf"
      Driver       "radeon"
      Identifier   "Device[0]"
      Option       "SWcursor"
      Option       "AGPMode" "4"        # requires dri modules inserted by Fischi
      Option       "AGPFastWrite" "yes" # requires dri modules inserted by Fischi
      Screen       0
      Option       "Rotate" "off"
      VendorName   "ATI"
    EndSection
    
  7. Den X-Server neu starten (neu anmelden oder hochfahren) und den Inhalt von /var/log/XFree86.0.log überprüfen. Folgendes sollte zu lesen sein:
    (II) RADEON(0): Direct rendering enabled
    

Geschafft! Nun kann die 3D Performance erneut getestet werden.

fischilinux2:~ # switch2xf86_glx
fischilinux2:~ # glxgears
10494 frames in 5.0 seconds = 2098.800 FPS
11073 frames in 5.0 seconds = 2214.600 FPS

Das ist mehr als 10-mal so schnell! Sehr gut! Viel Spaß mit 3D! - Falls der Rechner mit dem neuen Modul radeon.o beim Herunterfahren hängen bleiben sollte, deutet das auf einen bekannten Kernel-Bug (Zusammenspiel mit DRI) hin. Wer den Aufwand einer Kernel-Neukompilierung (einer aktuelleren Version) scheut, kann sein System in Zukunft über shutdown -fh now herunterfahren (einfach einen entsprechenden Menü-Eintrag anlegen), das wäre die einfachste Lösung.

CD Brenner/DVD ROM Combo unter SuSE 8.1

CD Brennen funktioniert einwandfrei. Um auf das Gerät zuzugreifen, wird standardmäßig die SCSI Emulation verwendet. 24-faches Brennen wurde getestet und "bestanden" mit "arson 0.97" (http://arson.sourceforge.net/ [Externer Link]).

Auf das DVD ROM Laufwerk kann sofort zugegriffen werden. Ggf. muss beim Desktop Link das Gerät /dev/cdrecorder ausgewählt werden. Mit den entsprechenden Bibliotheken (z.B. von http://packman.links2linux.de/ [Externer Link]) ist trotz verwendeter SCSI Emulation eine "ruckelfreie" DVD-Video-Wiedergabe möglich.

Dabei kann ein Experimentieren mit den "hdparm"-Parametern sinnvoll sein. Aber Vorsicht! Falsche Parameter können dauerhaften Schaden anrichten. Gute Ergebisse wurden mit folgendem Kommando erzielt (keine Gewähr): hdparm -d1 -c1 -u1 /dev/hdc .

Spezielle Notebookfunktionen unter SuSE 8.1

Leider funktioniert der "Stromspar-Manager" nicht auf Anhieb. Das heißt, die Akkuanzeige ist nicht betriebsbereit (klaptop). Da das Notebook nicht die "APM" (Advanced Power Management) Funktionen sondern "ACPI" (Advanced Configuration and Power Interface) unterstützt, muss ein wenig nachgeholfen werden.

Es muss sichergestellt werden, dass "APM" komplett ausgeschaltet ist. Das lässt sich mit YaST2 verifizieren (YaST2 --> System --> Konfiguration des Bootloaders --> Manuelle Konfiguration für Experten --> "apm=off pci=acpi" mmuss als Start-Kernel-Parameter eingetragen sein.

Den ACPI Daemon einschalten (YaST2 --> System --> Runlevel-Editor --> Runlevel-Eigenschaften --> "acpid" aktivieren)

Zur Aktivierung der Akkuanzeige (in der KDE Kontrollleiste) muss entweder KDE aktualisiert werden (klaptop patch) oder einfacher: Es kann kleines Zusatzprogramm installiert werden, dass alle erforderlichen ACPI Informationen anzeigen kann.

Das dafür erfolgreich getestete Programm (von Thomas Winkler) heißt "aKpi" (http://akpi.scmd.at/download.php [Externer Link]). Nach der Installation dieses Programms kann es dauerhaft aktiviert werden, indem man den Programmaufruf in /etc/init.d/boot.local einträgt. Hier eine Beispielkonfiguration [Auszug]:

# /etc/init.d/boot.local
#
# [...]
#
# enable DSL - inserted by Fischi
/sbin/ifconfig eth0 mtu 1492
/sbin/ifconfig eth1 mtu 1492
# enable ACPI functions inserted by Fischi
/opt/kde3/bin/akpi
# enable sound - inserted by Fischi
/usr/lib/oss/soundon
# enhance DVD Playback - inserted by Fischi
hdparm -d1 -c1 -u1 /dev/hdc

Ein wichtiger Punkt sei noch kurz erwähnt. Das ACPI Modul "processor" /lib/modules/2.4.19-4GB/kernel/drivers/acpi/processor.o verursacht zum Teil schwere Probleme beim Herunterfahren des Notebooks, da es nicht entladen werden kann. Pragmatische Abhilfe brachte ein Löschen bzw. Verschieben des Moduls, da ein intentionales "Nichtladen" (Editieren der Datei /etc/sysconfig/powermanagement) keinen Erfolg brachte.

Hinweis: Die ACPI Funktionen beeinträchtigen standardmäßig nicht die BIOS Routinen für den Prozessorlüfter. Dennoch ist mit den Einstellungen Vorsicht geboten, um ein durch Fehleinstellungen verursachtes Überhitzen des Prozessors zu verhindern.

Die "Suspend" Funktionen wurden bisher noch nicht getestet.

Weitere Anschlüsse / Hardwarefunktionen unter SuSE 8.1

Funktion Status
Ein-/AusschalterFunktioniert ohne Einrichtungsaufwand
Touchpad Funktioniert ohne Einrichtungsaufwand
Audio-AnschlüsseFunktionieren ohne Einrichtungsaufwand
Parallelport Drucker erfolgreich eingerichtet, getestet
USB Erfolgreich getestet mit Sharp SL-5000D
IEEE 1394 (FireWire) noch nicht getestet (wird erkannt)
IRDA Noch nicht getestet
MP3 "DJ-Tasten" Keine Funktion (nicht weiter getestet)

Fazit - SuSE 8.1

Kompliment: Viele Komponenten des Gericom Notebooks werden unter Linux auf Anhieb erkannt. Der Aufwand der manuellen Nachinstallation bzw. Konfiguration ist relativ gering und nicht aufwendiger als bei einigen Desktop PCs. Eins steht fest: Auch auf Notebooks ist Linux mittlerweile eine reife Alternative zu Windows XP. Die erfolgreich getestete Distribution SuSE Linux 8.1 bietet eine sehr umfangreiche Programmsammlung, die (fast) jedes Bedürfnis erfüllt.

SuSE 8.2 - die "Revolution"

Installation - SuSE 8.2

Ein Artikel ausschließlich über SuSE [Externer Link] 8.2 auf dem Gericom Blockbuster 2440 XL DVD/CD-RW Notebook würde sehr kurz ausfallen. Zwar ist der Unterschied zur Version 8.1 hinsichtlich der Programmauswahl nicht wirklich revolutionär, aber viele der oben beschriebenen manuellen Konfigurationen und Anpassungen sind schlichtweg überflüssig geworden! Eine ganze Reihe an Detailverbesserungen ist implementiert worden. Sound und Grafik funktionieren auf Anhieb! - Empfehlenswert ist eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems, kein Update. Nachfolgend dazu ein kurzer Überblick

Wichtige Funktionen unter SuSE 8.2

Funktion Status
NetzwerkFunktioniert ohne Einrichtungsaufwand
WLANGetestet mit Netgear MA401. Funktioniert mit aktivierter Verschlüsselung nicht auf Anhieb, da ein Fehler in YaST2 dem Adapter eine falsche Gerätenummer zuweist. Tipp: Manuelle Datei /etc/sysconfig/network/ifcfg-eth-pcmcia-0 erzeugen und editieren.
PCMCIA Erfolgreich getestet mit WLAN und CF Card Adapter.
SoundSiS7012 wird von ALSA erkannt und eingerichtet - kein Einrichtungsaufwand. Klasse Sound ohne oss
GrafikFunktioniert ohne Einrichtungsaufwand. Hardware 3D Beschleunigung muss separat mit SaX2 aktiviert werden. Keine Modulneukompilierung notwendig!
TV-OutFunktioniert mit atitvout, wie weiter oben beschrieben.
KLaptop/ACPIFunktioniert erst nach Aktivierung des ACPI Daemons (YaST2 --> System --> Runlevel-Editor --> Runlevel-Eigenschaften --> "acpid" aktivieren). aKpi (siehe weiter oben)) wird nicht unbedingt benötigt.
Touchpad Funktioniert ohne Einrichtungsaufwand
Audio-AnschlüsseFunktionieren ohne Einrichtungsaufwand
Parallelport Drucker erfolgreich eingerichtet, getestet
USB Erfolgreich getestet mit Sharp SL-5000D und USB2.0-Festplatten
IEEE 1394 Funktioniert mit Modul "ohci1394". Erfolgreich getestet mit digitalem Camcorder und kino.
IRDA Noch nicht getestet
MP3 "DJ-Tasten" Alle Tasten lassen sich auch unter Linux verwenden. Siehe Tipp!

Tipp: MP3 "DJ-Tasten" unter SuSE 8.2

Das Gericom Blockbuster verfügt über Spezialtasten (MP3 "DJ-Tasten"), die sich leicht zur Nutzung für Programme eignener Wahl konfigurieren lassen. Nachfolgend dafür eine etwas detailliertere Anleitung für SuSE [Externer Link] 8.2. Zum Auslesen der Keycodes einfach in einem Terminal xev eingegeben, anschließend die entsprechenden Tasten drücken, und die Keycodes notieren:

'MP3'   --> keycode 237
'Repeat'--> keycode 160
'Play'  --> keycode 162
'Stop'  --> keycode 164
'<<'    --> keycode 144
'>>'    --> keycode 153

Nun kann man diese Keycodes bestimmten Anwendungen zuordnen (Mozilla, XMMS Player). Dafür bietet sich LinEAK an. *.rpm Pakete (lineakd und lineakconfig) gibt es auf den Sorceforge Seiten: http://lineak.sourceforge.net/index.php?nav=download [Externer Link]

Für die Installation wird die X On-Screen Display library (libxosd (xosd-2.2.1-0.pm.1.i586.rpm) und libxosd2) benötigt. Passende *.rpm Pakete gibt es hier: http://packman.links2linux.de [Externer Link] rpmfind/ [Externer Link]

Zur Tastaturkonfiguration die Datei /usr/local/etc/lineakkb.def (bzw. /etc/lineakkb.def) erweitern um die speziellen Tasten des Gericom Notebooks:

#### Gericom keyboards ####
[GERBB]
  brandname = "Gericom"
  modelname = "Gericom Blockbuster 2440 XL DVDCD-RW (8 keys)"
  [KEYS]
    mail            = 236
    internet        = 178
    mp3             = 237
    repeat          = 160
    play            = 162
    stop            = 164
    back            = 144
    next            = 153
  [END KEYS]
[END GERBB]
# end Gericom Blockbuster 2440 XL DVDCD-RW (8 keys)

Nun kann man persönliche Einstellungen vornehmen und bestimmen, welche Aktionen mit Tastendruck ausgeführt werden sollen (zum Beispiel Mozilla starten oder xmms steuern). Dazu kann man entweder die Datei ~/.lineak/lineak.conf editieren oder das Programm lineakconfig verwenden. Auszug aus der nun modifizierten Datei ~/.lineak/lineak.conf:

# LinEAK - Linux support for Easy Access and Internet Keyboards
#  Copyright (c) 2001,2002 Mark Smulders <Mark_at_PIRnet.nl>
#  http://lineak.sourceforge.net
#
# lineakd configuration file
#
# example key configuration:
#     play    = "xmms --play-pause"
#     eject    = EAK_EJECT
#
# available special actions:
#     EAK_EJECT
#     EAK_VOLUP
#     EAK_VOLDOWN
#     EAK_MUTE
#     EAK_SLEEP
#

# LinEAK Configuration for Gericom
# (generated by lineakconfig)

# Global settings
KeyboardType        = GERBB
CdromDevice        = /dev/cdrom
MixerDevice        = /dev/mixer

# Specific keys of your keyboard
mail        = "/usr/bin/mozilla -splash"
internet    = "/usr/bin/mozilla -splash"
mp3        = "xmms"
repeat        = ""
play        = "xmms --play-pause"
stop        = "xmms --stop"
next        = "xmms --fwd"
back        = "xmms --rew"

# end lineakd.conf

Damit die Tasten auch reagieren muss natürlich der Dämon lineakd gestartet werden. (Das kann man einfach in einem Startscript erledigen). Ausführlichere Erläuterungen zu LinEAK und ein paar Beispiele gibt es bei LinuxUser: http://www.linux-user.de/ausgabe/2003/04/060-lineak/index.html [Externer Link] Viel Spaß!!!

Fazit - SuSE 8.2

SuSE [Externer Link] 8.2 auf dem Gericom Blockbuster 2440 XL DVD/CD-RW Notebook ist wahrhaftig eine Revolution! Vieles funktioniert auf Anhieb. Kein mühevoller Konfigurationsaufwand, da macht Linux auf dem Notebook noch mehr Spaß! Kleine Bugs, in den zum Teil (zu) sehr automatisierten YaST2-Modulen, können das Gesamtergebnis nicht wirklich trüben.

SuSE 9.1 - der "Redmond-Rivale"

Installation - SuSE 9.1

Endlich 2.6er Kernel und KDE 3.2. - Die Installation von SuSE [Externer Link] 9.1 verläuft ohne Probleme. Vieles wird auf Anhieb erkannt und bedarf kaum noch einer manuellen oder Kommandozeilenbasierten Installation bzw. Konfiguration. Damit erübrigt sich die detaillierte Installations- und Konfigurations-Beschreibung. Die Installation funktioniert direkt von der SuSE [Externer Link] 9.1 DVD. Das war mit SuSE [Externer Link] 9.0 nicht ohne Tricks möglich, da die SCSI Emulation des eingebauten CD-Brenners der Paketauswahl einen Strich durch die Rechnung machte. - Dennoch traten auch mit SuSE [Externer Link] 9.1 ein paar Probleme bei der Neuinstallation auf dem Gericom Blockbuster auf, deren Lösung nachfolgend beschrieben ist.

Mauszeiger springt manchmal wild umher und führt eigenständig Klicks aus - SuSE 9.1

Ein wirklich unschöner "Bug"! Wenn der Fehler auftritt ist folgendes in der /var/log/messages zu lesen:

kernel: psmouse.c: Wheel Mouse at isa0060/serio4/input0 lost synchronization, throwing 3 bytes away.

Abhilfe: Entweder den Powersave Daemon mit Yast2 (Runlevel Editor "powersaved") komplett abschalten oder die folgenden ACPI Module nicht laden lassen, indem man die Datei /etc/sysconfig/powersave/common editiert und hier die verantwortlichen Fehlerverursachenden ACPI Module gezielt NICHT läd, indem man folgendes einträgt:

# POWERSAVE_ACPI_MODULES="ac battery button fan processor thermal"
# Note: One of the modules: "ac battery fan processor thermal" causes unintended mouse jumps and clicks
POWERSAVE_ACPI_MODULES="button"

WLAN geht nicht - SuSE 9.1

Wenn das Problem auftritt, dass die WLAN Karte erkannt und richtig eingetragen wird, man aber einfach nicht ins Internet, sondern nur bis zum Router kommt (z.B. Web-Interface), so liegt das nicht an der WLAN-Karte oder an fehlenden "Nameserver" Einträgen. Schuld ist SuSE. Meistens ist die WLAN Karte die zweite Netzwerkkarte. Diese wird jedoch leider standardmäßig von SuSE nicht geroutet (z.B. als DHCP Client). Um dies aber dennoch zu ermöglichen muss folgendes in /etc/sysconfig/network/ifcfg-wlan-bus-pcmcia (Name ist Kartenabhängig) eingetragen werden (diesen Tipp findet man leider nicht in den Handbüchern oder bei SuSE [Externer Link]):

 
DHCLIENT_PRIMARY_DEVICE='yes'

Mozilla Schriftarten - SuSE 9.1

Problem: Ein neu installierter Mozilla-Browser hat hässliche Schriftarten. Abhilfe: Datei /home/.mozilla/xxx/xxx/chrome/userChrome.css erzeugen und folgendes eintragen:

/* Set font size and family for dialogs
 * and other miscellaneous text
 */
* {
  font-size: 10px !important;
  font-family: adobe helvetica !important;
  }

Wenn dann immer noch falsche Schriften zum Beispiel beim Drucken erscheinen, einfach mit YaST2 oder dem Kontrollzentrum die truetype Schriftarten komplett abschalten (radikalste aber einfachste Lösung). Das kann man auch manuell machen, indem man die Datei /usr/X11R6/lib/X11/fonts/truetype in /usr/X11R6/lib/X11/fonts/.truetype umbenennt. Natürlich kann man auch in diesem Verzeichnis ein wenig "aufräumen" und störende Schriftarten einzeln deaktivieren oder löschen.

k3b kann zwar DVDs aber keine Daten-CDs schreiben - SuSE 9.1

Zur Problembehebung einfach zwingend den "generic-mmc" Treiber verwenden und ggf. "TAO" anstelle vom "DAO" Mode verwenden.

Suspend/Standby unter SuSE 9.1

Eins vorab: Suspend to RAM (Standby = ACPI Zustand S3) funktioniert nicht richtig (Rechner wacht nicht auf), Suspend to Disk (Suspend = ACPI Zustand S4) funktioniert, ist aber mit Vorsicht zu genießen, da manche Programme sich "ungern wieder aufwecken lassen" (z.B. Mozilla). Auch dauert ein "Suspend to Disk" in der Regel länger als ein normales Herunterfahren. Folgendes ist für ein funktionierendes "Suspendieren" notwendig:

Standby und Suspend erlauben in der Datei /etc/powersafe.conf:

# Set this variable to disable suspend for common users
# This should be set if suspend does not work poperly
# as it is still experimental
POWERSAVED_DISABLE_USER_SUSPEND=no

# Set this variable to disable standby for common users
# This should be set if standby does not work poperly
# as it is still experimental
POWERSAVED_DISABLE_USER_STANDBY=no

Laden des AGP Moduls in /etc/hotplug/blacklist verhindern. Dies ist leider notwendig, da der Rechner nach einem Suspend (to Disk) sonst beim Hochfahren hängen bleibt ("waiting for DMA") und dann ständig neu bootet. (Tipp: Falls das passieren sollte einfach beim booten die Option "noresume" eintippen.) Leider führt dies auch zum Verlust der 3D Hardwarebeschleunigung (= hoher Preis).

# AGP driver which disables a proper suspend/standby
sis-agp

Nun sollte "Suspend to Disk" funktionieren. Dafür entweder das Kommando: echo -n "x"> /sys/power/state verwenden ("x"="standby, "mem" oder "disk"). Oder die Harware-Tasten belegen. Dafür einfach die Beispielkonfiguration von /usr/share/doc/packages/powersave/contrib/common_ACPI nach /etc/sysconfig/powersave/common kopieren und modifizieren. Weitere Tipps gibt es unter /usr/share/doc/packages/powersave.

Fazit - 9.1

SuSE [Externer Link] 9.1 auf dem Gericom Blockbuster 2440 XL DVD/CD-RW Notebook ist nach anfänglichen Problemen ein ausgereiftes und gutes Betriebssystem! Wer bequem ist, kann wirklich fast alles mit SuSE's mächtigem Konfigurationstool YaST2 einrichten, konfigurieren und modifizieren (sogar die Samba-Konfiguration funktioniert endlich hervorragend). Das bringt jedoch Gefahren mit sich: man sitzt vor einem bunten "Teletubby"-Bildschirm und kann wirkliche Probleme trotzdem nicht lösen. Dafür muss man noch immer Log-Dateien wie /var/log/messages durchstöbern, Konfigurations-Dateien anpassen und Hilfs-Scripte schreiben. - Aber immerhin kann man dies noch :-)! - Und SuSE [Externer Link] 9.1 macht dann wirklich Spaß!

Dieser Bericht wurde TuxMobil von Uwe Fischer <uwe.fischer_at_jobfisch.de> zur Verfügung gestellt (Stand 2004-05-09). Bitte beachten: Es wird keine Garantie oder Haftung für ggf. auftretende Schäden übernommen. Alles geschieht also auf "eigene Gefahr". Aber: "No risk - no fun" ;-)

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