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Linux auf dem GERICOM WebBoy Laptop

Prolog

Zuerst möchte ich Werner Heuser danken, der mich ermutigt hat, diesen Bericht zu verfassen. Obschon ich einige Jahre mit Linux arbeite, sind die Erfahrungen mit dem Laptop neu. Daher ist dieser Bericht weder perfekt noch vollständig. Über jede Art von Korrektur, Hinweis oder Tip bin ich sehr dankbar.
Fabio Tosques

Leider ist mir noch immer keine Distribution bekannt, welche in der Lage ist, alle Features des Laptops zu erkennen. Für Hinweise bin ich immer dankbar!

The author disclaims all warranties with regard to this document, including all implied warranties of merchantability and fitness for a certain purpose; in no event shall the author be liable for any special, indirect or consequential damages or any damages whatsoever resulting from loss of use, data or profits, whether in an action of contract, negligence or other tortious action, arising out of or in connection with the use of this document.

Über Zuschriften wäre ich sehr dankbar. Ich möchte aber auch jeden ermutigen, selbst einen Bericht zu schreiben. Insbesondere die vielen verschiedenen Distributionen, können von einer einzelnen Person nicht getestet werden.

Typografische Konventionen

Courier
Inhalt von Dateien und die Ausgabe von Befehlen
[Courier]
Text, der vom Benutzer durch eigene Angaben, Werte ersetzt werden muß
~#
Der folgende Befehl muß vom Superuser root ausgeführt werden
~$
Der folgende Befehl kann von Benutzern ausgeführt werden

Neuigkeiten!

  1. Mit SuSE ab 8.0 ist die Installation auf dem Gericom Webboy relativ einfach. Viele Hinweise finden sich unter http://sdb.suse.de/de/sdb/html/install_gericom-webboy-14.1TFT.html [Externer Link]
  2. Für ältere Distributionen existieren inzwischen auch funktionierende X-Server, zu finden unter: http://www.winischhofer.net [Externer Link] Information von Thomas Winischhofer! Dieser Link ist auch für die aktuelle XFree86 Version 4 wichtig!
  3. Marc Haisenko schrieb: "... ich habe ein Gericom Webboy und gute Nachrichten: ich habe vor einer Woche auf SuSE Linux 8.0 upgedated und das erkennt Sound und Grafikkarte automatisch und richtet sie auch korrekt ein. Anstatt des VESA Framebuffers benutzt SuSE das XFree86 SiS Modul. Ich muss nochmal nachsehen, aber ich glaube SuSE 8.0 benutzt XFree86 4.2.0, denn ich habe folgendes hier [Externer Link] gefunden: "662. Improvements to the SiS driver which should fix a lot of the 630 issues .." D.h. man kann den Webboy (und alle anderen SiS 630 basierten Laptops) jetzt ohne Probleme mit dem "richtigen" Treiber benutzen. Wie es mit 3D-Beschleunigung (huestel) aussieht muss ich noch ueberpruefen.
  4. August 2003: Neu hinzugekommen sind: Konfiguration von XFree86-4, Modem (slmdm-2.6.x; slmdm-2.7.8), PCMCIA + RAM > 256

Wichtiger Hinweis fuer APM

Alle Probleme mit APM (Laptop bleibt einfach stehen), die ich mit dem 2.4er Kernel bisher gehabt habe sind seit Kernel 2.4.18 gelöst. Ich habe apm als Modul kompiliert und entferne das Modul mit

~# rmmod apm

beim normalen Gebrauch. Ansonsten blieb bei mir das Notebook mit BIOS 1.07/ 1.08G immer wieder stehen. Der Suspend-Modus klappt hervorragend mit

~# apm -s

Soll einfach der Deckel geschlossen werden, muss vorher das apm-Modul von Hand geladen werden! Also entweder

~# modprobe apm

aufrufen oder einfach

~$ apm [-d]

Dann Deckel schliessen, wieder öffnen und alles läuft. Wird das apm-Modul nicht vorher geladen, steht nach Öffnen des Deckels das System still.

Problem: Das Laptop bleibt stehen, hängt sich auf

WICHTIG: Meiner Erfahrung nach ist es von entscheidender Bedeutung den ,,Symmetric multi-processing support" im Kernel-Konfigurationsmenu ,,Processor Type and Features" auszuschalten.

Die Multi-processing Funktion bringt zusammen mit der APM-Unterstützung das Notebook immer wieder überraschend zum stehen! Da im Gericom Webboy nur ein Prozessor arbeitet, ist die Multi-processing Option ehedem überflüssig. Das Abschalten der SMP-Funktion ist auch Voraussetzung für ein poweroff beim shutdown (diesen Hinweis fand ich auf der ???debian-laptop-list??? - bei meinem PC hat es geklappt, beim Notebook (noch) nicht).

Problem: Die Meldung: ,,Can't locate module char-major-10-135" erscheint beim Booten.

Falls in den APM-Einstellungen angegeben wird, RTC zu benutzen, muss auch folgende Option aktiviert werden: Character Devices --> Enhanced Real Time Clock Support (als Modul) (in der .config-Datei: CONFIG_RTC=m)

Sollten beim Booten Meldungen der Art ,,Can't locate module ..." heisst dies, das Module fehlen! Ein Blick ins /dev-Verzeichnis hilft oft bei der Suche. Bei der Meldung oben (Can't locate module char-major-10-135), findet sich z.B. folgender Eintrag im /dev-Verzeichnis:
crw-rw--- 1 root root 10, 135 Feb 29 10:22 rtc
Dabei steht das 'c' am Anfang für ein Device vom Typ ,,character special file" ('b' stünde für ,,block special device"); 10 ist die ,,major device number" und 135 die ,,minor device number". Über diese zwei Gerätenummern, der 'major' und der 'minor device number', sind diese Inodes mit dem entsprechenden Treiber verknüpft.

Hier ein Skript zum Abschalten des APM Supports (GNU/Linux Debian Version - muss auf anderen Distributionen angepasst werden!):

#!/bin/sh

if [ $UID -ne 0 ]
then
  echo "Only root can execute $0!"
  exit 1
fi

test -f /etc/init.d/apmd
if [ $? -ne 0 ]; then
    echo "no apmd-script"
    exit 1
fi

test -f /proc/apm
if [ $? -eq 0 ]
then
   /etc/init.d/apmd stop
fi

ps -A | grep apm
if [ $? -eq 0 ]
then
    echo "... killing kapmd"
    killall kapmd
fi
echo "... entferne apm modul"
rmmod apm
exit 0

Problem: Das Notebook schaltet nach shutdown nicht ab

Schalten Sie bei der Kernelkonfiguration die Option 'Use real mode APM BIOS call to power off' ab.

  General Setup --->
  [*] Networking Support
   .
   .
   .
  [ ] Use real mode APM BIOS call to power off

BIOS update / Probleme beim BIOS update

Vor einem BIOS Update sollte zur Sicherheit der Notebookhersteller angeschrieben werden, um in Erfahrung zu bringen, welche Updates verwendet werden könen. Meistens reicht es aus, die Seriennummer des Laptops per E-Mail an den Support zu schicken.

Hilfen zum BIOS Update finden Sie unter http://www.bios-info.de [Externer Link]

Sollte etwas schief gehen (ist mir übrigens neulich passiert) hilft ein Bios Brennservice weiter. Ich bin zu http://www.segor.de [Externer Link] marschiert, mit BIOS Baustein und passendem BIOS Update in der Hand. Fünf Euro hatte mich der Spaß gekostet.

Linux Kernel 2.6.0 und ACPI

ACPI Konfiguration

Mit dem Kernel 2.6 scheinen die Probleme bzgl. ACPI gelöst. Da APM nicht funktionierte, verwende ich ACPI. ACPI und alle Unterfunktionen sind als Modul eingebunden. Die Kernelkonfiguration hat folgendes aussehen:

[*] Power Management Support
...
ACPI (Advanced Configuration and Power Interface) --->
[*] ACPI Support
[*] Sleep States
<M> AC Adapter
<M> Battery
<M> Button
<M> Fan
<M> Processor
<M>   Thermal Zone
....
[*] Relaxed AML

Die Module müssen danach alle eingebunden werden, besonders Processor und Thermal Zone ist wichtig, sonst springt der Lüfter nicht mehr an!

ACPI und swsusp (Software Suspend)

Auch Software Suspend funktioniert hervorragend mit ACPI! Dazu sind folgende Optionen im Kernel zu aktivieren:

[*] Power Management Support
[*] Software Suspend (EXPERIMENTAL)
[*] Suspend-To-Disk Support
()  Default resume partition

Bei der letzten Option kann die Swap-Partition, z.B. /dev/hda2 (zu entnehmen aus /etc/fstab) eingetragen werden. In jedem Fall muß die resume Option in der lilo.conf (resp. menu.lst bei grub) eingetragen werden. Diese wird als Kernel Parameter mit append angegeben, z.B.:

append="resume=/dev/hda2"

falls /dev/hda2 die Swap-Partition ist. Der Kernel muß neu kompiliert werden und nicht vergessen /sbin/lilo aufzurufen! Ist alles erledigt reicht ein:

echo 4 > /proc/acpi/sleep

(NB: Die ersten Tests sollten ohne laufenden X-Server gemacht werden! Es funktioniert bei mir zwar auch mit laufendem X-Server, zur Sicherheit schalte ich aber noch mit CTRL+ALT+F<n> (1<n<7) in eine Konsole und rufe dann als root echo 4 > /proc/acpi/sleep auf. Der X-Server läuft weiter und ist nach dem resume (bisher) ohne Probleme mit allen aktiven Anwendungen wieder da. Zum X-Server wir mit ALT+F7 zurückgeschaltet, kann auch F8, F9 usw. sein, je nachdem wieviele Konsolen in der /etc/inittab eingetragen sind.)

Das Laptop schaltet sich komplett aus und stellt nach dem Drücken des Startknopfes den letzten Arbeitszustand wieder her. Eine wirklich feine Sache, im Grunde kann immer dort weitergearbeitet werden, wo die Arbeit beendet wurde. Und das Beste: es funktioniert (getestet mit BIOS1.08G - wobei das keine große Rolle spielen sollte).

swsusp ist in der Entwicklung, unter: http://swsusp.sourceforge.net [Externer Link] finden sich viele nützliche Infos. Um swsusp nutzen zu können, muß nicht einmal der aktuelle Kernel 2.6.0 gepatcht werden. Unter genannter URL finden sich auch Hinweise zu swsusp2 und suspend-to-disk. Das habe ich bisher noch nicht getestet! Für Hinweise, Test und Erfahrungen bin ich sehr dankbar.

Leistungsmerkmale

Processor und CoreLogic

  • P-III 800
  • L1 Cache: 32 KB
  • L2 Cache: 128 KB on-die
  • Core Logic: SiS chipset mit integriertem Graphik-, Audio- und Modemcontroller
  • Bus Architecture: 66 MHz Front Side Bus (100 MHz ready), PCI / AGP

LCD

  • Bildschirm: 14,1-inch XGA active-matrix TFT Display, unterstützte Auflösung 1024x768 mit to 16M colors

Graphics

  • Graphic Controller: SiS 630 mit integriertem AGP Bus 2D/3D Graphikbeschleuniger
  • Grafikfähigkeit: UltraAGP architecture graphics capability (ähnlich wie 4x AGP)
  • etc.

Audio

  • Audio Chipset: SiS 630 mit integriertem Audiocontroller
  • Soundfähigkeit: 64-Voice Polyphony Wavetable Synthesizer; DirectSound 3D Beschleuniger für IID, IAD und Doppler Effekte. Soundblaster Pro/16-kompatibel. AC'97 V2.1 Schnittstelle wird unterstützt.
  • etc.

Modem

  • Chipset: SiS 630 mit integriertem Modemcontroller
  • Übertragungsgeschwindigkeit: V.90 / K56flex for zum Datendownlaod bis zu 56000 bps; V.34, V.17, V.29 Übertragunsprotokoll

LAN

  • Netzwerkadapter: SiS 630 mit integriertem PCI Fast Ethernetfunktion für 10Base-T und 100Base-TX Netzwerk-Standards
  • PnP Funktion: M$ Win 9x Plug'n'Pray kompatibel
  • etc.

PC Card

  • PCMCIA Controller: O2Micro OZ 6812/ 6912 controller mit Zoomed-Video-Fähigkeit
  • Merkmale: Single Slot für TYPE II/III PC Cards mit Card Bus 1.0 Interface, etc.

Sämtliche Spezifikationen des Chipsatzes (Interrupts, Basisadressen usw.) können mit:

~# lspci -v

erfragt werden.

X-Konfiguration XFree 3.3.x + Framebuffer

Auf sämtlichen Hardwareseiten wird für den SiS900 Treiber als kompatibler Treiber der XF86_SVGA-Treiber angegeben. Leider ist dieser im Zusammenspiel mit dem LCD-Bildschirm nur mit einer Auflösung von 640x480 konfigurierbar. Wem es gelingt, X mit dem XF86_SVGA- oder dem XF86_SiS-Treiber zu installieren, der möge bitte eine Mail an mich schreiben.

Als Lösung kommt daher der Framebuffer-Treiber XF86_FBDev zum Einsatz. Für alle, die schon etwas Erfahrung in der Konfiguration eines Linux-Systems haben, ist die Aktivierung kein Problem. Für alle anderen folgt nun eine ausführliche Beschreibung. Trotzdem möchte ich allen nahe legen, das Framebuffer-HowTo [Externer Link] zu konsultieren. Als Literatur seien noch die freeX, Ausgabe 05'01: S. 72 f. und Linux mit Methode S. 832 ff zu nennen.

Voraussetzungen

Die folgende Konfiguration bezieht sich auf einen ungepatchten Kernel 2.4.18 von Kernel ORG [Externer Link]. Achtung: wenn die Option CONFIG_AGP_SIS gesetzt ist, bricht die Kompilation des Kernels ab.

  • Paket XF86_FBDev installieren
  • In der Datei /boot/config{[kernel-version] nachsehen, ob im Abschnitt Code maturity level options der einzige Eintrag aktiviert ist:
    CONFIG_EXPERIMENTAL=Y
  • Und im Abschnitt: Console Drivers: muß mindestens folgendes konfiguriert sein (nicht als Modul!):
    #
    # Console drivers
    #
    CONFIG_VGA_CONSOLE=y
    CONFIG_VIDEO_SELECT=y
    # CONFIG_MDA_CONSOLE is not set
    
    #
    # Frame-buffer support
    #
    CONFIG_FB=y
    CONFIG_DUMMY_CONSOLE=y
    # CONFIG_FB_RIVA is not set
    # CONFIG_FB_CLGEN is not set
    # CONFIG_FB_PM2 is not set
    # CONFIG_FB_CYBER2000 is not set
    CONFIG_FB_VESA=y
    # CONFIG_FB_VGA16 is not set
    # CONFIG_FB_HGA is not set
    CONFIG_VIDEO_SELECT=y
    # CONFIG_FB_MATROX is not set
    # CONFIG_FB_ATY is not set
    # CONFIG_FB_RADEON is not set
    # CONFIG_FB_ATY128 is not set
    # CONFIG_FB_SIS is not set
    # CONFIG_FB_3DFX is not set
    # CONFIG_FB_VOODOO1 is not set
    # CONFIG_FB_TRIDENT is not set
    # CONFIG_FB_VIRTUAL is not set
    CONFIG_FBCON_ADVANCED=y
    CONFIG_FBCON_CFB8=y
    CONFIG_FBCON_CFB16=y
    CONFIG_FBCON_CFB24=y
    CONFIG_FBCON_CFB32=y
    # CONFIG_FBCON_FONTWIDTH8_ONLY is not set
    # CONFIG_FBCON_FONTS is not set
    CONFIG_FONT_8x8=y
    CONFIG_FONT_8x16=y
            

Ist dies der Fall, können Sie den nächsten Abschnitt überspringen. Ist dem nicht so, müssen Sie Ihren Kernel neu konfigurieren. Bei den meisten Distributionen werden die dafür nötigen Kernelsourcen nicht mitgeliefert. Was genau zu tun ist, müssen Sie im Handbuch oder im Kernel-HowTo nachlesen. Haben Sie das Konfigurationsprogramm mit:

/usr/src/kernel# make menuconfig

gestartet, müssen Sie folgende Einstellungen vornehmen:

    Code maturity level options --->
    [*] Prompt for development and/or incomplete code/driver
    
    Console drivers --->
    [*] Video mode selection support
    [*] Support for framebuffer devices
    [*] VESA VGA graphics console
    [*] Virtual Frame Buffer Support (ONLY FOR TESTING!)
    <*> Monochrome support
    <*> 2 bpp packed pixels support
    <*> 4 bpp packed pixels support
    <*> 8 bpp packed pixels support
    <*> 16 bpp packed pixels support
    <*> 24 bpp packed pixels support
    <*> 32 bpp packed pixels support
    

Sie können sich jetzt eine XF86Config-Datei erzeugen - entweder von Hand in einem Editor, oder sie kopieren sich diese (XFree86 3.x) [Externer Link] in Ihr /etc/X11 Verzeichnis. Falls Sie schon eine haben, können Sie sich diese auch sichern:

~# mv /etc/X11/XF86Config /etc/X11/XF86Config.save

Als nächstes müssen Sie sich die notwendigen Framebuffer-Devices anlegen. Dies können Sie bequem mit folgendem Befehl erledigen:

~# for i in 0 1 2 3 4 5 6 7;do z=$(exp $i \* 32);mknod /dev/fb${i} c 29 ${z};done

Anschließend müssen Sie nur noch Ihre ~# /etc/lilo.conf leicht verändern:

vga=normal
vga=0x317 # hexadezimal fuer 791

Nach dem Neustart sollten Sie, nachdem LILO den (neuen) Kernel gebootet hat, das Linux-Logo am linken oberen Rand sehen. Dann steht folgendem Befehl nichts mehr im Weg:

    ~$ startx -- -bpp 16
    

XFree ab 4.2.1.x + Framebuffer

Bei dieser Konstellation kann die Anleitung unter XFree 3.3.x + Framebuffer benutzt werden.

XFree ab 4.2.1.x + sisfb

Funktioniert hervorragend, am besten Sie lesen diese Anleitung [Externer Link]. Besser kann ich es nicht beschreiben. Anbei noch die XF86Config-4 Datei. Diese dient nur als Beispiel, Sie sollten die Datei auf keinen Fall unbesehen verwenden!

Netzwerkkarte

Die Initialisierung der Netzwerkkarte ist zum Glück kein großes Problem:

~# modprobe sis900

sollte keine Fehler zurückliefern. Mit

~# ifconfig eth0 [192.168.10.10] netmask 255.255.255.0 up

wird die Karte konfiguriert. Danach sollte sie andere Rechner mit ping [192.168.0.1] ansprechen können.

PCMCIA / RAM > 256MB

In der Regel sollten mit PCMCIA keine Probleme auftreten, wenn vor dem Kauf darauf geachtet wird, welche Karten von den pcmcia_cs Modulen unterstützt werden. Nach einer Speichererweiterung (> 256MB) traten bei mir überraschenderweise doch Probleme auf. Diese liegen aber weder an der Karte noch am Speicher, sondern am Kernel. Eine exakte Angebe des verfügbaren Speichers in der lilo.conf (resp. menu.lst bei grub) löste auch dieses Problem. Beachten Sie bitte unbedingt, dass bei der Angabe die Größe des Speichers für den Graphikchip abgezogen werden muss (bei mir sind das 8MB).

Sound

Der integrierte Soundchip wird von den meisten neueren Installationstools problemlos (yast2 usw.) erkannt.

Mit modconf (Debian Modul-Konfigurationstool), oder modprobe sind ein paar Module zu laden:

    ~# modprobe sound
    ~# modprobe soundcore
    ~# modprobe trident 10 io=0xd400
    ~# modprobe mpu401
    ~# modprobe softoss2
    

Danach funktionierten sämtliche Soundfunktionen.

Modem (Kernel 2.4.x und 2.6)

Vorarbeiten

Paket slmdm-2.7.x.tar.gz besorgen (href url="http://www.smlink.com/linux/unsupported" name="Modem Chipsets Index") und in /usr/src/ mit tar xfz auspacken.

Kernel 2.6

Paket slmodem-2.9.4 funktioniert! Download wie oben; unbedingt beide README Dateien lesen, dann klappts auch ohne Probleme. Es hat sich einiges geändert, was aber kurz und verständlich in den README Dateien beschrieben ist.

Die Datei kernel-ver.c in einen Editor laden und folgende Zeile (ca. Z. 48) ändern: statt

 #include <linux/version.h>

jetzt

 #include "/usr/src/linux/include/linux/version.h"

Die Kernelversion erfahren Sie mit

uname -r

Sie können aber auch nachsehen, ob in der Datei /usr/include/linux/version.h die passende Konstante angegeben ist, z.B.:#define UTS_RELEASE "2.4.18"

Bei mir steht in dieser Datei 2.4.19 obwohl die Kernelversion 2.4.18 installiert ist. Da mind. im Makefile auf die von kernel-ver.c erzeugte Binärdatei zugegriffen wird, ist die Änderung unter den angegebenen Umständen nötig.

Falls der Kernel auf dem Laptop kompiliert wurde koennen Sie zum Abschnitt ,,Module bauen" springen. Bei Problemen lesen Sie bitte die nächsten Abschnitte.

ACHTUNG:
Falls Sie den Kernel auf einem anderen Computer kompiliert haben und auf Ihrem Laptop nur die Quellen entpacken, müssen Sie von dem Computer, auf dem der Kernel kompiliert wurde folgende Dateien auf Ihr Laptop kopieren:

/usr/src/linux/include/modversions.h
/usr/src/linux/config/modversions.h

Statt linux kann hier auch die Kernelversion stehen. Sie sollten dann einen symbolischen Link auf das Kernelquellenverzeichnis anlegen, z.B.:

[GNU/Linux]~# ln -s /usr/src/kernel-source-2.4.18 /usr/src/linux

Erzeugen Sie zweitens einen symbolischen Link auf das asm-i386-Verzeichnis:

[GNU/Linux]~# ln -s /usr/src/linux/include/asm-i386 ln -s /usr/src/linux/include/asm

Kopieren Sie auch sämtliche Dateien, die mit einem Punkt beginnen (z.B. .config, .hdepend ...) auf Ihr Laptop ins Verzeichnis /usr/src/linux

Module bauen

Nachdem die Vorarbeiten abgeschlossen sind, kann mit dem Kompilieren der Module begonnen werden. Wechseln Sie nach dem Auspacken des slmdm-2.6.16.tar.gz Pakets ins Verzeichnis /usr/src/slmdm-2.6.16 und öffnen Sie das Makefile in einem Editor. Stimmen die Pfadangaben zu den include Dateien? Falls nicht koennen Sie diese anpassen oder das README lesen.

Rufen Sie

make

und

make install-amr

auf.

Falls Sie keine Fehler erhalten (besonders 'unresolved symbols') hat alles geklappt. Falls doch überprüfen Sie die Schritte im Abschnitt ,,Vorarbeiten" und prüfen Sie auch, ob im Kernel die PPP Optionen aktiviert sind, die für eine Verbindung mit dem Modem notwendig sind (mind. CONFIG_PPP=yes und CONFIG_PPP_ASYNC=yes im Abschnitt 'Network Devices').

Nun können die Module geladen werden:

  [GNU/Linux]~# modprobe slmdm country=GERMANY
  [GNU/Linux]~# modprobe slamrmo

Als Device fuer die Modemkonfigurationstools müssen sie /dev/ttySL0 angeben, z.B. bei pppconfig oder bei der Konfiguration von wvdial.

Lesen Sie bitte auch die README Datei, in der alles Wesentliche in knapper und verständlicher Form aufgeführt ist.

Probleme

Gibts Probleme bei make-Lauf dann sollte folgendes beachtet werden:

  1. Version des GCC: make CC=gcc-2.95 (RedHat CC=gcc-2.96) kompiliert die Module mit den angegebenen gcc Versionen (ein cc --version) zeigt die Standardversion, die ohne Angabe von CC aufgerufen wird
  2. Version des slmdm Paketes: Bei Problemen mit dem 2.6.x Paketes probieren Sie die neuere Version 2.7.x
  3. USB Module werden nicht kompiliert, make bricht ab: da das Laptop die USB Module nicht braucht, kann ausnahmsweise(!!!) der Lauf mit der Option -i gestartet werden. Damit werden Fehler ignoriert und die relevanten Module werden erzeugt. Auch beim Installieren (make install-amr) muss dann die Option -i angegeben werden (make -i install-amr)

Hinweise, Tipps usw. von anderen Laptop Besitzern, die mich per E-Mail erreichten

Die folgenden Tipps erreichten mich per E-Mail von anderen Nutzern. Sie können u. U. o.g. Angeben wiedersprechen. Dabei ist einerseits die verwendete BIOS Version zu beachten und andererseites die verwendete Distribution. Leider haben nicht alle angegeben, welche Distribution sie verwenden. Daher die Bitte, immer die Distribution, die Version der Distribution, die Kernelversionsnummer und Versionsnummern von Modulen angeben.

Ein Tip von Andreas Gabriel <gabriel_at_hrz.uni-marburg.de>: "Fuer das Modem mit der PCI-Kennung lspci:

00:01.6 Modem: Silicon Integrated Systems  [SiS]: Unknown device 7013 (rev a0)

das entspricht einem Smartlink HAMR Modem (SIS630S) gibt es einen Linux Treiber [archivierter Link]. Der Link stammt von Xmodem.org [Externer Link]. Der Treiber unterstuetzt alle Laptops, die mit einem SIS630(S) Chipsatz ausgestattet wurden, also Gericom Overdose (Webboy), Baycom Worldbook II, Sager ... (sind eigentlich Laptops von der Firma Clevo (KAPOK) Modell 2200C/2700C). Erfahrungen habe ich nur mit dem Treiber fuer Kernelversion 2.4.x und der funktioniert auch."

Sebastian Boettcher wrote: "Because the integrated modem is a WinModem, a special driver is needed; this one I found at Modem Chipsets Index [Externer Link] - BUT: This driver doesn't compile under Kernel 2.4.x, so I'am trying to rewrite it's sources. Don't expect me to success. "

APM

Das Funktionieren des Advanced Power Managements (APM) scheint sehr vom Kernel der jeweiligen Distribution abhängig zu sein. Daher wäre ich für Erfahrungen, die andere gemacht haben sehr dankbar. Bisher habe ich nur SuSE 7.0/7.1 mit den Kernel 2.2.18, 2.4.0 und 2.4.2 und Debian Gnu/Linux 2.2 mit Kernel 2.2.17 ausprobiert, Debian Gnu/Linux 3.0 mit Kernel 2.4.18 sowie die aktuelle Testversion von Debian (sarge) mit Kernel 2.4.20
Da außer der Debian alle anderen veraltet sind, sollten Sie auf den jeweiligen Webseiten der Distributoren nach Lösungen suchen.

Von der Gericom-Seite wurde der BIOS-Patch 'WebBoyBIOS107G.zip' entpackt und eingespielt. Das BIOS hat die Konfiguration:

    Power Management   Enable
    Power Switch Type  On/Off
    LDD Switch Type    Suspend
    Suspend Mode       POS(1)
    Standby by Timeout Disabled
    Suspend by Timeout Disabled
    Hard Disk Timeout  Disabled
    RTC ...            Disabled
    ...                Disabled
    

Im Kernel sind folgende Optionen angegeben:

    General Setup --->
    [M] Advanced Power Management BIOS support
    ...
    [*] Enable PM at boot time
    [*] Make CPU idle calls when idle
    ...
    [*] RTC stores time in GMT
    [*] Allow interrupts during APM BIOS calls
    [*] Use real mode APM BIOS call to power off
    

Hinweis: Die Option 'RTC stores time in GMT' soll nicht aktiviert werden, wenn sich noch Windows auf der Platte befindet.
Mit diesen Optionen kann ich mit

~# apm -s

das Laptop schlafen legen, oder einfach den Deckel zu machen! Es wacht auf, und ist sofort ansprechbar.

ACPI wurde sowohl modular als auch fest in den Kernel eingebunden, aber bisher erfolglos.
Zu ACPI und Linux ist aber ein interessanter und hilfreicher Artikel in der c't erschienen. ( http://heise.de/ct/Redaktion/ciw/acpi.html [Externer Link] )

Literatur

Credits

Für die Unterstützung und Hinweise möchte ich allen für ihre Hinweise danken, insbesondere:

  • Sebastian Boettcher <jegge_at_gmx.net>
  • Andreas Gabriel <gabriel_at_hrz.uni-marburg.de>

Fabio Tosques
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