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SuSE Linux auf dem IBM ThinkPad T23 Laptop

Installation SUSE 8.1 und 8.2 auf IBM Thinkpad T23 (Modell: 2648-DG1)

Die Hardware:

linux:/home/username # lspci
00:00.0 Host bridge: Intel Corp. 82830 830 Chipset Host Bridge (rev 02)
00:01.0 PCI bridge: Intel Corp. 82830 830 Chipset AGP Bridge (rev 02)
00:1d.0 USB Controller: Intel Corp. 82801CA/CAM USB (Hub #1) (rev 01)
00:1d.1 USB Controller: Intel Corp. 82801CA/CAM USB (Hub #2) (rev 01)
00:1d.2 USB Controller: Intel Corp. 82801CA/CAM USB (Hub #3) (rev 01)
00:1e.0 PCI bridge: Intel Corp. 82801BAM/CAM PCI Bridge (rev 41)
00:1f.0 ISA bridge: Intel Corp. 82801CAM ISA Bridge (LPC) (rev 01)
00:1f.1 IDE interface: Intel Corp. 82801CAM IDE U100 (rev 01)
00:1f.3 SMBus: Intel Corp. 82801CA/CAM SMBus (rev 01)
00:1f.5 Multimedia audio controller: Intel Corp. 82801CA/CAM AC'97 Audio (rev 01                                             )
01:00.0 VGA compatible controller: S3 Inc. SuperSavage IX/C SDR (rev 05)
02:00.0 CardBus bridge: Texas Instruments PCI1420
02:00.1 CardBus bridge: Texas Instruments PCI1420
02:02.0 Communication controller: Lucent Microelectronics WinModem 56k (rev 01)
02:08.0 Ethernet controller: Intel Corp. 82801CAM (ICH3) PRO/100 VE (LOM) [..]
  • Intel(R) Pentium(R) III Mobile CPU 1133MHz
  • 16 MB S3 SuperSavage/IXC 64 SDR
  • Hauptspeicher 768 MB (512 MB und 256 MB), erweiterbar auf 1024 MB
  • 20 GB Toshiba MK2018GAS
  • 8x Hitachi DVD/CD-ROM GD-250 Ultrabay 2000
  • Teac Floppy FD-05CSB Ultrabay 2000
  • LCD: Generic 1024x786, 14 Zoll

weitere Hardware:

  • IBM Generic USB Mouse (800 dpi)
  • Argosy Festplattengehaeuse HD530-p (pcmcia)
    • 20 GB IBM Travelstar
  • Plustek USB-Scanner UT24
  • HP Drucker Deskjet 670c
  • Palm IIIx inkl. Dockingstation
  • USB-Memory-Stick 128MB (Medion)
  • IBM Ultraport-Camera II

Die Installationsvorbereitung:

Nach einer kurzen Phase unter dem vorinstallierten Microsoft-Windows 98, welches standardmaessig aufgespielt war, habe ich mir eine neue Festplatte gekauft. Dadurch nutze ich die werkseitig gelieferte HD als Sicherungsplatte, waehrend die neue komplett mit Linux laeuft.

SUSE-Installation:

Ich habe getrennt voneinander SUSE 8.1 Prof. und 8.2 Prof. mit der DVD installiert. Bei beiden Distributionen habe ich keinerlei Startparameter mitgegeben. Wenn sich vereinzelt Unterschiede zwischen beiden Versionen ergeben, habe ich diese separat aufgefuehrt.

Wichtig: Vor der Installation unbedingt das aktuellste BIOS-Update [Externer Link] (z.Zt. 1.17) einspielen. Damit umgeht man bei der SUSE 8.1 Installationsprobleme mit ACPI. Standardmaessig setzen beide SUSE-Versionen ACPI. Wer kein Suspend benoetigt braucht keine Aenderungen vornehmen, ansonsten muss dem Bootvorgang die Startoption acpi=off mitgegeben werden. Der ACPI-Daemon wird aktiviert ueber YAST2 -> System -> Runlevel-Editor -> Runlevel-Eigenschaften -> acpid "Dienst aktivieren" und "jetzt starten".

Unter SUSE 8.1 wurde ueber Probleme bei der Akku-Zustandsanzeige berichtet. Diese Probleme traten bei mir auch auf, trotz neuestem BIOS-Update. Erst mit Version 8.2 ist das Problem behoben.

Partitionierung:

Dies ist lediglich meine jetzige Test-Partitionierung. Die eigene Aufteilung muss jeder fuer sich selbst entscheiden, da ich hier explizit auf Verzeichnisse (z.B. /home, Win Fat16, usw.) verzichtet habe.

Geraet Groesse Typ Mountpoint Anfang Ende
/dev/hda 18.6 GB Toshiba MK2018GAS 0 2431
/dev/hda1 31.3 MB Linux native /boot 0 3
/dev/hda2 17.8 GB Linux native / 4 2330
/dev/hda3 792.2 MB Linux swap Swap 2331 2431

Anmerkung: Da die Suspend-to-Disk, Suspend-to-RAM und Hibernation-Funktionen unter dem aktuellsten 2.4.xx-Kernel ohne spezielle Patches fuer acpi nicht unterstuetzt werden, gehe ich hier vorerst nicht naeher darauf ein.

Hardware-Erkennung:

Das Modem und IrDA wurden nicht erkannt. Es gibt spezielle Treiber fuer den 2.4.xx Kernel, aber es ist 'ne Menge Handarbeit noetig. Da ich IrDA bisher nicht brauchte, habe ich auf Tests erstmal verzichtet.

Die 3D-Unterstuetzung fuer die Grafikkarte laeuft auch nicht, jedoch bin ich kein Spieler, sodass ich darauf erstmal verzichten kann. TV-Out Versuche habe ich erstmal zurueckgestellt. Werde es spaeter aktualisieren.

Besonderheiten:

Fn-Tastenkombinationen:

  • Fn + F3 (Display an/aus) laeuft nur unter APM
  • Fn + F4 (Suspend-to-RAM) laeuft nur unter APM
  • Deckel schliessen (Suspend-to-RAM) funktioniert unter APM
  • Fn + F7 (ext. Monitor) laeuft
  • Fn + F12 (Suspend-to-Disk, Hibernation) laeuft bei mir nicht, gibt aber Anleitungen dafuer.
  • Fn + Pos1 und Fn-Ende (LCD-Helligkeit) laufen
  • Fn + Bild´|` (Thinkpad-light) laeuft

Software:

Neben der Standard-Installation habe ich erweiterte Aenderungen vorgenommen:

Auswahl:

Software -> KDE komplett -> kdepim3-kpilot -> installieren

Paketgruppe -> Hardware -> other -> irda, s3switch, tpctl, pcmcia-cardinfo, usbview -> installieren

-> scanner -> sane, xsane -> installieren

-> TV -> xawtv -> installieren

Konfiguration:

Um die weiteren Hardwarekomponenten einzubinden sind teilweise Anpassungen erforderlich.

  • IBM Generic USB Mouse (800 dpi)

- In der Konsole die geladenen Module vorher als root kontrollieren mit /lsmod

- benoetigt werden: usb-uhci (od. usb-ohci), usbcore, hid, input, mousedev

- nachladen von fehlenden Modulen ueber /modprobe MODULNAME

- Einrichten der Maus ueber Sax2. In der SUSE-Supportdatenbank [Externer Link] gibt es einen interessanten Artikel zu diesem Thema.

Meine Eintraege für das Touchpad und die USB-Maus in der XF86Config sehen wie folgt aus:

Section "InputDevice"
Driver "mouse"
Identifier "Mouse[1]"
Option "Device" "/dev/input/mice"
Option "Emulate3Buttons" "on"
Option "InputFashion" "Mouse"
Option "Name" "USB-Mouse;IMPS/2"
Option "Protocol" "imps/2"
Option "Resolution" "800"
Option "ZAxisMapping" "4 5"
EndSection

Section "InputDevice"
Driver "mouse"
Identifier "Mouse[3]"
Option "Device" "/dev/psaux"
Option "InputFashion" "Mouse"
Option "Name" "PS/2-Mouse;PS/2"
Option "Protocol" "PS/2"
EndSection

Section "ServerLayout"
Identifier "Layout[all]"
InputDevice "Keyboard[0]" "CoreKeyboard"
InputDevice "Mouse[1]" "CorePointer"
InputDevice "Mouse[3]" "SendCoreEvents"
Option "Clone" "off"
Option "Xinerama" "off"
Screen "Screen[0]"
EndSection

Probleme: Nach der Anmeldung verhaelt sich die Maus teilweise hakelig, wenn sie ueber die Kontrollleiste unten bei KDE bewegt wird. Da dieses Problem aber mehr sekundaer im Verhaeltnis zu dieser Dokumentation ist, werde ich spaeter mal eine Aktualisierung vornehmen.

Argosy Festplattengehaeuse HD530-p (PCMCIA)

Die PCMCIA-Festplatte wird nicht ueber einen Eintrag in der fstab eingebunden, sondern mit folgenden Eintraegen in der /etc/pcmcia/ide.opts Fuer jede Partition ist ein Eintrag erforderlich.

Als Beispiel unter SUSE 8.2 habe ich hier mal meine Eintraege angelistet:

case "$ADDRESS" in
*,*,*,1)
#INFO="Sample IDE setup"
DO_FSTAB="y" ; DO_FSCK="y" ; DO_MOUNT="n"
FSTYPE="auto"
OPTS="noauto,user,sync,umask000"
MOUNTPT="/media/pcmcia/ide/1"
;;
*,*,*,2)
#INFO="Sample IDE setup"
DO_FSTAB="y" ; DO_FSCK="y" ; DO_MOUNT="n"
FSTYPE="auto"
OPTS="noauto,user,sync,umask000"
MOUNTPT="/media/pcmcia/ide/2"
;;
*,*,*)
PARTS="1 2"
Card eject policy options
NO_CHECK=n
NO_FUSER=n
;;
esac

Erklaerungen:

Da die Festplatte damals mit FAT32 formatiert wurde, ist umask 000 wichtig.

sync ist eine Anweisung an Linux Dateien sofort auf die Platte zu schreiben. Dies ist etwas langsamer aber sicherer, damit keine Daten verloren gehen, falls die PCMCIA-Karte zu frueh entnommen wird. Die neu anzulegenden Verzeichnisse /media/pcmcia/ide/1 und 2 sind die Mountpoints.

Wichtig: Unter der SUSE 8.1 muss zusaetzlich als root die Datei /etc/pcmcia/config mit einem Editor ohne maximale Zeilenlaenge (z.B. Kate) geoeffnet werden. Da die Aenderung bei ArgosyPnPIDE nicht ausreichte, habe ich alle ueber Bearbeiten -> ersetzen oder Strg+R ide_cs durch ide-cs ersetzt.

Bei SUSE 8.2 ist dieser Eintrag nicht mehr erforderlich, jedoch muss hier bei OPTS=, gem. obigem Muster, noauto eingetragen werden. Ohne diesen Parameter kann ich die Festplatte nach erfolgtem Zugriff nicht mehr umounten!

Als sehr nuetzliches Tool empfiehlt sich auch cardinfo. Einfach eine Verknuepfung auf dem Desktop anlegen und unter dem Tab Ausfuehren -> Als anderer Benutzer ausfuehren -> Benutzername root eintragen und aktivieren. Dadurch ist zwar bei Aufruf die Eingabe des Passwortes erforderlich, jedoch ist es fuer mich die bequemste und sicherste Loesung.

USB-Memory-Stick 128MB (Medion)

Das Geraet wurde erkannt. Leider dauert es einen Augenblick, bis auf dem Desktop das Icon angezeigt wird. Unter der SUSE 8.2 ist die Verzoegerung noch laenger geworden und manchmal fehlt es auch komplett. Erst mit oeffnen des Dateimanagers erscheint es. Angeblich soll das Problem zu loesen sein, wenn man beim booten den Parameter pci=noacpi vorgibt und im File /etc/sysconfig/hotplug den Eintrag: HOTPLUG_USB_USE_USBMODULES="yes" auf "no" setzt. Bei mir hat es leider nicht geholfen. Werde aber weiter recherchieren.

Palm IIIx inkl. Dockingstation ueber serielle Schnittstelle

Die Erkennung erfolgt problemlos. Fuer die Synchronisation kann kpilot und auch jpilot genutzt werden. Um die serielle Schnittstelle freizugeben, habe ich als root einen Link gesetzt und diesen auch fuer andere user bereits eingerichtet mit ln -s /dev/ttyS0 /dev/pilot && chmod 666 /dev/pilot Unter jpilot kann es sein, dass der aktuelle Benutzername und ID unter Linux eingegeben werden muss install-user -p /dev/ttyS0 -u username -i 12345.

IBM Ultraport-Camera II

Leider habe ich die Camera noch nicht zum laufen gebracht. Es gibt einen patch [Externer Link] fuer den 2.4.20 Kernel, jedoch habe ich diesen noch nicht ausprobiert. Sobald sich neue Informationen ergeben, werde ich sie hier dokumentieren.

Winmodem

Um das interne Modem nutzen zu koennen, muss der folgende Treiber installiert werden. Es gibt RPM-Pakete unter winmodem [Externer Link] fuer SuSE und auch andere Distributionen. Angeboten werden diese Pakete für die Kernelversionen 2.4.18, 2.4.19, 2.4.20. Die Testversuche verliefen erfolgreich!

Plustek USB-Scanner UT24, HP Drucker Deskjet 670c

Die Geraete wurden sofort erkannt und laufen einwandfrei.

Floppy-Drive Ultrabay 2000

Einfach einen Eintrag in der /etc/fstab

/dev/fd0 /media/floppy auto noauto,user,sync 0 0

Danach noch eine Verknuepfung auf dem Desktop und schon funktioniert es. Der Austausch im laufenden Betrieb, z.B. mit dem DVD-Laufwerk, funktioniert leider nicht.

Schlusswort:

Die noch offenen Punkte werde ich Schritt fuer Schritt versuchen zu loesen und dann hier dokumentieren. Sollte jemand parallel dazu Ideen oder Tips hat, wuerde ich mich ueber eine Mitteilung freuen.

Ein herzliches Dankeschoen an Werner Heuser, dass ich diese Dokumentation vorerst hier zwischenparken darf, da ich noch keine eigene Homepage besitze. Desweiteren moechte mich hier auch explizit fuer die Unterstuetzung vieler Leute bedanken, die mir trotz nerviger Fragen mit Rat und Tat zur Seite standen:

  • Brian K. Gaiser
  • Otto Grunwald
  • Gerhard Jaeger
  • Roman Karachinsky
  • Matthias Posseldt
  • Stefan Schreinert
  • Dirk Wetter

Sollte ich jemanden vergessen haben, bitte einfach eine Mail senden und ich werde die Person natuerlich hinzufuegen.

Fuer Schaeden, welche durch Informationen auf dieser Seite entstehen uebernehme ich keine Haftung! Fuer Inhalte externer Links trage ich auch keine Verantwortung.

Fragen, Kritik oder Vorschlaege bitte an Jens Westphalen <jennehh_at_arcor.de> (subject=howto-T23)
akt. Version 0.3 Stand 12.10.2003
letztes Update: Winmodem

Copyright © 2003 Jens Westphalen.

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