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Linux auf einem Acer Aspire 5315-202G12Mi

Vorwort

Momentan beschreibe ich hier (fast) nur, wie man das WLAN zum Laufen bekommt. Ich habe nur selten Zugang zu dem Rechner, da er nicht mir, sondern einem Freund gehört. Bei Bedarf kann ich versuchen, mehr Informationen auf diese Seite stellen.

Der Text auf dieser Seite zeigt, wie ich vorgegangen bin. Dabei versuche ich, auch Linux-Einsteigern die beschriebenen Vorgänge zu ermöglichen. Fortgeschrittene Linuxer werden die nötigen Infos dennoch herausziehen können.

Installation von Ubuntu

Installiert wurde Ubuntu 8.04 Hardy Heron, nach einem Online-Update ist nun 8.04.1 auf der Platte. Die Installation verlief problemlos, ein parallel installiertes Vista wurde ins Bootmenü aufgenommen.

Hardware (außer WLAN)

Sound - Karte wurde erkannt und funktioniert, Sonderfunktionen wurden nicht getestet
Grafik - wurde erkannt und läuft, 3D-Leistung wurde nicht getestet
LAN - wurde erkannt und funktioniert

WLAN

Die WLAN-Karte hat einen Atheros-Chipsatz (AR2425?), der vom von Ubuntu installierten Treiber zwar erkannt, aber nicht unterstützt wird. Im Log findet sich ein "HAL status 13" Fehler. Noch einige Daten:

$ lspci
[...]
06:00.0 Ethernet controller: Atheros Communications Inc. AR242x 802.11abg Wireless PCI Express Adapter (rev 01)

$ lspci -n
[...]
06:00.0 0200: 168c:001c (rev 01)

Die folgende Beschreibung zeigt, wie man die Karte dennoch zum Funken bewegen kann. Viele Schritte sind nicht besonders elegant und lassen sich bestimmt besser lösen. Ich freue mich über Ideen, wie es besser geht.

Vorsicht! Es gibt mehrere Versionen des Aspire 5315, siehe die genaue Modellbezeichnung oben. Wenn der Befehl lspci nicht die gleichen Daten ausgibt, wird diese Anleitung höchstwahrscheinlich nicht funktionieren!

ACHTUNG: Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden an der Hardware oder Software/Installation, Sicherheitslücken sowie andere Nachteile, die eventuell aus der Befolgung der nachstehenden Anleitung entstehen! Ausprobieren geschieht auf eigene Gefahr!

Herunterladen und Entpacken des Treibers

Erstmal gilt es, die madwifi-Quellen herunterzuladen. Die Version, die bei mir funktioniert hat, ist diese madwifi-Version [Externer Link].

Am besten entpackt man die Datei in einem eigenen Verzeichnis. Dazu öffnet man ein Terminalfenster und gibt folgendes ein (vorausgesetzt, die Datei wurde im Home-Verzeichnis gespeichert):

$ mkdir src
$ mv madwifi-hal-0.10.5.6-r3772-20080716.tar.gz src/
$ cd src/
$ tar xzvf madwifi-hal-0.10.5.6-r3772-20080716.tar.gz

Vorbereiten zum Kompilieren

Nun gilt es, den Treiber zu kompilieren. Zuvor müssen allerdings noch einige Dinge installiert werden. Dazu öffnet man ein neues Terminal und verschafft sich eine root-Shell:

Kompilieren

Jetzt ist alles bereit fürs Kompilieren. Wieder ins andere Terminalfenster wechseln (da es eine schlechte Idee ist, Dinge, die keine root-Rechte brauchen, als root zu erledigen) und loslegen:

$ cd madwifi-hal-0.10.5.6-r3772-20080716
$ make

Installieren des Treibers

Vor der Installation des Treibers kann man die von Ubuntu installierten Module sichern, dies ist aber nicht unbedingt nötig. Falls man es doch machen will: Sie befinden sich im Verzeichnis /lib/modules/$kernelversion$/madwifi. Die Kernelversion wird vom Befehl

$ uname -r

ausgegeben. Falls das Verzeichnis nicht existiert, macht dies nichts, es gibt dann natürlich auch nichts zu sichern. Zum Sichern kann man so vorgehen:

$ mkdir ~/original-madwifi-Module
$ cp /lib/modules/$kernelversion$/madwifi/* ~/original-madwifi-Module/

Das $kernelversion$ muss natürlich durch die Ausgabe von uname -r ersetzt werden. Nun wechselt man ins root-Terminal und löscht erstmal die alten Treiber (wieder die echte Kernelversion einsetzen):

Dann kopiert man die neuen Module in das madwifi-Verzeichnis (wobei $user$ durch den realen Benutzernamen und $kernelversion$ durch die reale Kernelversion ersetzt werden muss):

Der Befehl muss ohne Zeilenumbruch getippt werden. Danach müssen die neuen Modulabhängigkeiten dem System bekannt gemacht werden:

Konfiguration des WLANs

Leider habe ich den Ubuntu-Netzwerkmanager nicht dazu überreden können, sich an einer WPA-gesicherten Fritz!Box anzumelden. Deshalb muss man wieder selbst Hand anlegen. Zuerst sollte im root-Terminal die Datei /etc/network/interfaces gesichert werden:

Zur Not kann, wenn man am Ende überhaupt nicht mehr ins Netz kommt, die Datei wieder zurückgespielt werden:

Nach dem Sichern öffnet man mit einem Texteditor mit root-Rechten (heißt, glaube ich, "Texteditor (Systemverwaltungsmodus)" oder so ähnlich) die Datei /etc/network/interfaces und trägt folgendes ein:

auto lo ath0
iface lo inet loopback


iface ath0 inet dhcp
wpa-driver madwifi
wpa-key-mgmt WPA-PSK
wpa-proto WPA
wpa-ssid FRITZ!Box Fon WLAN 7170
wpa-psk nichtGanzSoTollesWpaPasswort

Der Eintrag hinter wpa-ssid muss der Name des eigenen WLANs sein, der Eintrag hinter wpa-psk das eigene WPA-Passwort. Bereits vorhandene Einträge, die nichts mit ath0 oder wpa- zu tun haben, sollten drinbleiben. Bereits bestehende Einträge, die mit wpa- beginnen, sollte man durch das Voranstellen einer Raute (#) unwirksam machen.

WPA benötigt noch ein Modul, das nicht automatisch geladen wird. Damit es doch beim Systemstart geladen wird, tragen wir den Modulnamen in /etc/modules ein. Dazu diese Datei mit einem Texteditor mit root-Rechten öffnen und am Ende in eine neue Zeile

wlan_tkip

einfügen.

Neustart (leider) und weiteres

Nun muss leider der Rechner neu gestartet werden, zur Begründung siehe dieses madwifi-Ticket [Externer Link]. Leider hat sich in meinem Fall der Rechner trotzdem noch nicht mit dem Netz verbunden. Ich musste noch (als root)

eingeben. Sicher gibt es hierfür eine Lösung (wer sie weiß, bitte mir schreiben). Als hässlichen Workaround (Vorsicht: Die folgende Vorgehensweise ist möglicherweise schlecht für die Systemsicherheit! Wer einen besseren Weg kennt, bitte mir schreiben) habe ich folgendes gemacht: Mit einem Texteditor (wieder mit root-Rechten) die Datei /usr/local/sbin/wlan-starten.sh mit folgenden Inhalt

ifdown ath0; ifup ath0

erstellt und in einem root-Terminal mit

als ausführbar gekennzeichnet. Dann mit dem Texteditor (root...) /etc/sudoers geöffnet und ganz unten die Zeile

$user$ ALL=NOPASSWD:/usr/local/sbin/wlan-starten.sh

eingefügt, wobei wiederum das $user$ durch den realen Usernamen ersetzt werden muss. Danach als normaler Benutzer ein Verzeichnis "bin" im Home-Verzeichnis erstellt und darin die Datei "netz-starten.sh" mit folgendem Inhalt

sudo /usr/local/sbin/wlan-starten.sh

angelegt und im Terminal mit

$ chmod u+x ~/bin/netz-starten.sh

ausführbar gemacht. Zu guter Letzt hilft dann das Anlegen eines Starters auf dem Desktop, welcher das gerade erstellte Skript ausführt, dass man mit einem einfachen Doppelklick ins Netz kommt - hoffentlich.

Links

Viele, viele Informationen über Linux auf Laptops und anderen mobilen Geräten gibt es z. B. hier:

tuxmobil.de [Externer Link] - Deutsche Seite mit vielen Installationsberichten und anderen Infos
tuxmobil.org [Externer Link] - Englische tuxmobil-Seite, noch mehr Installationsberichte usw.

Linux on Laptops [Externer Link] - Englische Seite zu Linux auf Laptops

Vielen Dank an die Betreiber dieser Seiten!

Dieser Bericht wurde TuxMobil(DE) von Lothar Ketterer zur Verfügung gestellt.

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Letzte Änderung Wed Apr 17 2013 · http://tuxmobil.de/linux-aspire_5315.html · Copyright © Werner Heuser 1997-2014