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Linux-Laptop-HOWTO (mini)

Laptops unterscheiden sich von Desktop Computern durch ihre spezielle Hardware: z.B. PCMCIA, IrDA, Docking Station, Akkus, interne Modems, auswechselbare CD und Diskettenlaufwerke. Sie werden oft an wechselnden Arbeitsplätzen eingesetzt. Für den Linux Benutzer stellen sich daher spezielle Fragen: Worauf ist beim Laptop Kauf zu achten? Wie kommt Linux auf den Laptop? Welche Hardware Unterstützung bietet Linux? Wie konfiguriert man Linux für wechselnde Arbeitsplätze? Diese Fragen werden ausführlich im englischen Linux-Mobile-Guide [Externer Link] behandelt. Der folgende Text gibt eine stark verkürzte Zusammenfassung.

Laptops sind anders

Laptop Hardware verlangt oft besondere Konfigurationen (z.B. einen angepassten Kernel) oder hat noch keine vollständige Linux Unterstützung. Typische Beispiele sind: Grafik-Chips [Externer Link], interne Modems [Externer Link], Advanced Power Management - APM (ACPI) [Externer Link], IrDA [Externer Link] .

Die Installation von Linux muss Rücksicht nehmen auf die eingeschränkte Unterstützung und die kleineren oder nicht vorhandenen Resourcen eines Laptops, z.B. ein nicht vorhandenes CD oder DVD Laufwerk.

Oft ist der Leistungsumfang der Hardware kleiner (z.B. bei der Festplattengrösse oder der CPU Geschwindigkeit). Dieser Unterschied wird jedoch zunehmend geringer und für viele wird der Laptop inzwischen zum Ersatz für den stationären PC.

Sie werden oft an wechselnden Arbeitsplätzen eingesetzt: im Büro, zu Hause, an der Uni. Daher sollten sie mit einer flexiblen Linux Konfiguration ausgestattet werden.

Augen auf beim Laptop Kauf

Allgemeine Kaufkriterien

Bei Kauf eines mobilen Computers sollte auf einige Besonderheiten geachtet werden. Mehr dazu hier.

Linux Besonderheiten

Jede moderne Linux Distribution dürfte sich heute auf einem Laptop installieren lassen. Ich empfehle eine bekannte und ausgereifte Distribution zu nehmen, das zahlt sich im Endeffekt aus. Debian GNU/Linux [Externer Link] und SuSE Linux [Externer Link] bieten speziellen Laptop Support auf eigenen Mailing-Listen. Dennoch kann die Installation unter Umständen nicht ganz einfach sein. Auch werden die Fähigkeiten der Hardware möglicherweise nicht voll genutzt. Fallstricke finden sich vor allem bei der Grafik Karte, der Sound Karte, dem IrDA Port und dem internen Modem. Ein Diskettenlaufwerk welches nur mit dem CD Laufwerk getauscht werden kann. Oder ein PCMCIA Diskettenlaufwerk können dem Linux Anfänger Probleme die Installation sehr erschweren. Man sollte sich daher unbedingt vor dem Kauf informieren. Leider sind bis heute die notwendigen Linux Informationen bei den Laptop Herstellern kaum zu bekommen. Beispiel Grafik Karte: Es reicht nicht zu wissen, diese Karte ist eine SVGA Karte, sondern die exakte Typenbezeichnung des Grafik Chips wird benötigt. Die notwendigen Informationen werden aber von einigen Linux Enthusiasten zur Verfügung gestellt. Mehr dazu im Schlussteil.

Linux Installation

Wohin mit MS-Windows?

Heute kommt immer noch die Mehrzahl der Rechner mit einem vorinstallierten MicroSoft-Windows (95,98,NT,2000,XP) Betriebssystem. Auch wenn das einigen Linux Verfechtern nicht schmeckt, möchte ich empfehlen das System auf der Platte zu lassen. Gerade Laptop Besitzer benötigen oft ein aktuelles BIOS oder die neueste Firmware für PCMCIA Karten. Diese lassen sich (noch nicht) unter Linux installieren. Manchmal bleibt MicroSoft-Windows auch die einzige Möglichkeit an Hardwareinformationen zu kommen. Der notwendige Platz für Linux kann mit diversen Utilities geschaffen werden, ohne die Platte neu zu partitionieren und die bestehende Installation zu zerstören.

Installation von CD

Auf den meisten Laptops wird sich Linux ohne Problem von einer bootbaren CD installieren lassen. Aber es gibt einige Sonderfälle, z.B. ein fehlendes oder nicht unter Linux arbeitendes CD oder DVD Laufwerk. Die einfachste Installationsmöglichkeit in diesem Fall scheint mir die Installation von der Festplatte. Die Einzelheiten der Installation und viele weitere Alternativen sind im Linux-Mobile-Guide (englisch) [Externer Link] beschrieben. Auch die Handbücher jeder guten Linux Distribution gehen auf dieses Thema ein.

Hardware im Detail

Die Liste der besonderen Hardware für Laptops ist lang, daher werden hier nur die wichtigesten Geräte angesprochen.

Ein korrekt arbeitender Grafik Controller ist Vorrausetzung um unter einer grafischen Benutzeroberfäche wie z.B. KDE arbeiten zu können. Es reicht dafür nicht aus nur den allgemeinen Type der Grafik Karte (z.B. SVGA zu kennen). Man benötigt die mindestens die genaue Typenbezeichnung des Grafik Chips (z.B. NeoMagic NM2070). Hat man diese Informationen, kann man in der Hardwaredatenbank von XFree86 [Externer Link] den richtigen Treiber oder besser gesagt X-Server ermitteln.

Der PCMCIA Port ist wichtig für die Verbindung des Laptops zur Aussenwelt. Modem, Netzwerk und eine Vielzahl anderer Verbindungsarten können über ihn verbunden werden. Die PCMCIA Unterstützung sollte am besten gleich bei der ersten Installation mitkonfiguriert werden. Bei den meisten Distributionen ist dies durch die Auswahl eines Buttons im Konfigurationsmenü leicht möglich.

Nicht zu jeder PCMCIA, Compact-Flash (16bit) oder CardBus (32bit) Karte gibt es passende Linux Treiber. Gerade ISDN Karten oder sogenannte Combo Karten (Multi-Funktion) sind kritisch. Informieren sie sich vor dem Kartenkauf hier [Externer Link] oder beim Hersteller der Karte. Dennoch wächst die Liste der verfügbaren Treiber ständig. Nehmen sie daher immer das neueste PCMCIA Paket [Externer Link].

Hingewiesen werden soll noch auf die Konfiguration von IrDA, internem Modem, USB, Sound Karte, Plug and Play und Dockingstation. Details dazu finden sich im Linux-Mobile-Guide (englisch) [Externer Link] .

Kernel

Wer die Stärken seines Laptops ausreizen möchte, sollte sich nicht scheuen tiefer in die Details des Linux Betriebsystems einzusteigen und sich mit der so oft gefürchteten Kernel Kompilierung beschäftigen.

Das Kernel-HOWTO [Externer Link] enthält die notwendige Anleitung dazu. Es beschreibt in kurzer und verständlicher Form die notwendigen Arbeitsschritte. Mein Tip: kopieren sie ihre ersten Kernel auf eine Diskette und booten dann von dieser. Sie können so ganz einfach vermeiden, ihre bestehende Kernel Konfiguration zu zerstören. Den notwendigen Befehl finden sie mit man dd unter den Beispielen. Und geben sie nicht auf, sie werden sicher mehrere Versuche machen müssen, bis alles funktioniert.

Mit dem Laptop unterwegs

Laptops werden oft an wechselnden Arbeitstellen (im Büro, im Aussendienst, zu Hause) eingesetzt.

Überall ist eine andere IP Adresse, möglicherweise ein anderer Mail Zugang oder ein anderer Drucker anzusprechen. Damit man die notwendige Konfiguration nicht immer manuell eingeben muss, gibt es eine Anzahl verschiedener Tools. Sie ermöglichen es mit wechselnden Konfigurationen zu booten. Mein Favorit ist netenv. Das Programm gibt es als Debian und Redhat Paket. Es ist leicht zu verstehen und über eine grafische Oberfläche konfigurierbar.

Nachwort

Mobiles Computing mit Linux ist ein grosses und spannendes Thema. Dieses mini-HOWTO konnte ihnen nur die Spitze des Eisberges zeigen. Mehr über die Konfiguration der Docking Station, Anwendungen für Laptops, Sicherheit, Diebstahlschutz, Datenabgleich mit einem stationären Server findet sich im Linux-Mobile-Guide (englisch) [Externer Link].

Sollten Sie einen vorkonfigurierten Linux-Laptop erwerben wollen, dann hilft Ihnen diese Händlerübersicht zu Laptops mit vorinstalliertem Linux [Externer Link] (in englisch).

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Letzte Änderung Sat Sep 5 2009 · http://tuxmobil.de/mobilix_laptop_linux.html · Copyright © Werner Heuser 1997-2014